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Kulturvolk Blog Nr. 401

Kulturvolk Blog | Reinhard Wengierek

von Reinhard Wengierek

20. Juni 2022

HEUTE: 1. „Der Krieg mit den Molchen“ – Schaubühne / 2. „The Golden Gmilfs“ – Berliner Kabarett Anstalt / 3. „Die Frau, die gegen Türen rannte“ – Berliner Ensemble / 4. Gedenken an Elisabeth Hauptmann. Und Ruth Berlau – BE, Renaissance Theater

1. Schaubühne - Molche gegen Menschen

Mit: Holger Bülow, Bastian Reiber, Alina Vimbai Strähler, Axel Wandtke, Doğa Gürer. © Gianmarco Bresadola
Mit: Holger Bülow, Bastian Reiber, Alina Vimbai Strähler, Axel Wandtke, Doğa Gürer. © Gianmarco Bresadola

Kapitän Van Toch und die Besatzung seines Kolonialschiffs entdecken in Äquatornähe im flachen Küstenwasser eine bislang unbekannte Gattung von Molchen. Ihre alle Welt überraschende Besonderheit: Sie sind höchst intelligente Tierchen. Sofort beginnt der auf Gewinn erpichte Käpt’n ein Geschäft: Er liefert den Amphibien Waffen gegen Haie, die sie gefährlich beißen. Dafür bekommt er von den Wassertieren die bei ihren Beutezügen anfallenden Muscheln – wegen der kostbaren Perlen. Vor allem für die Kolonialisten ein komfortables Tauschgeschäft, das rasch üppigen Reichtum bringt.


Gelehrige Lurche als Dienstleister für raffgierige Europäer


Prompt gründet Van Toch eine Handelsgesellschaft, die sich alsbald nicht nur auf Perlenschmuck beschränkt. Inzwischen sind nämlich die gelehrigen Molche als Dienstleister für Europäer gefragt und werden so rücksichtslos wie gewinnträchtig ausgebeutet. Sie sollen vor allem nutzbringende Landmassen vergrößern, indem sie auf Kosten der Meere Küsten aufschütten und künstliche Inseln anlegen, mithin Natur zerstören. Was dem schlauen Getier freilich nicht passt; verkleinern sie so doch selbst ihren angestammt wässrigen Lebensraum. Und so schwimmen sie sich gewaltsam frei von der brutalen Menschen-Diktatur – es kommt zum Krieg, zum unaufhaltsamen Aufstieg der Molche zur Weltherrschaft. Und die Menschheit säuft ab.


Warnbild vor Missbrauch der Moderne


Karel Čapeks Roman „Der Krieg mit den Molchen
von 1936 gilt als irrwitzige Parabel vom Aufstieg des Faschismus in Europa. Und zugleich als Warnung vor einer Moderne mit ihrem Fetisch radikale Vernunft, die einerseits einem zunehmend besseren Leben dienen soll, anderseits unendlich wachsenden Gewinn versprechen soll. Aber letzten Endes werkelt sie an der Menschen Untergang. So gesehen stehen nicht allein die beängstigend intelligenten Amphibien, sondern auch Van Toch nebst gesamter Menschheit für das Destruktive, das zur Auslöschung führt.

Toller Stoff aus der historischen Bibliothek. Aber auch für die Gegenwart, die einer wohl immer schlimmer werdenden Zukunft zustrebt.


Phantasievoll und komödiantisch ins Jetzt gejagter Text


Soeren Voima
, ein Dramaturg, eitel unter Pseudonym, der in hiesiger Theaterwelt zu Recht berühmt ist, als Bearbeiter, Neutexter oder Überschreiber vorhandener, phantasievoll ins Jetzt gejagter Texte; Voima hat also die Čapek-Dystopie umgeformt. Hat sie aufgeschäumt mit Witz, Sprachkraft und natürlich Themen von Klimawandel, Kolonialismus, Profitgier bis hin zu Globalisierung und (für feine Ohren) sogar dem Russland-Ukraine-Krieg.

Regisseurin Clara Weyde inszenierte das Ganze nicht etwa dröge agitatorisch, sondern lustvoll komödiantisch-klamaukig (und ein bisschen allzu breit) als bissige Satire; verstärkt durch schmissige Musikeinlagen von Thomas Leboug. Man erfreut sich am Polit-Entertainment der Molche – und natürlich an dem amphibisch wie menschlich artistisch agierenden, von Clemens Leander witzig kostümierten Ensemble (Holger Bülow, Doğa Gürer, Thomas Leboeg, Bastian Reiber, Alina Vimbai Strähler, Axel Wandtke). Als Feuchtgebiet gilt ihm ein Riesenbassin, von Bühnenbildnerin Bettina Pommer gefüllt mit lustig springenden Gummibällchen. Das Publikum ist begeistert. Wie schön; ist doch andernorts im Hochleistungs-Schauspielbetrieb eher wenig Anlass für pfiffig gemachte Unterhaltung.

Wieder 6.-10. Juli. Hier geht es zu den Karten.

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2. BKA - Hallo Rose, Dorothy, Blanche, Sophie!

 © Luisa del Carmen Kasper
© Luisa del Carmen Kasper

Golden Gmilfs? – Nie gehört! Was mag das sein, etwa eine goldige neue Hündchenzucht? Natürlich nicht, obgleich derartiges prima passen würde in die Anstalt für unverschämte Entertainments, die auch diesmal nicht enttäuscht. Denn auf der BKA-Brettl-Bühne toben die Parodisten und Parodistinnen des TV-Serienklassikers „The Golden Girls“. Und „Gmilfs“ setzt sich, kleines Verwirrspiel, zusammen aus den Initialen der kalkuliert überdrehten Mitwirkenden, die sich hinter den abenteuerlichen Pseudonymen verstecken: Destiny Drescher, Jurassica Parka, Margot Schlönzke, Miii, Miss PanAm DragAirlines, Ryan Stecken und Tom Bola.

Die Truppe belässt es im Dunkel, wer von denen Regie, Text, Choreographie, Bühnenbild, Kostüm und Video macht – wahrscheinlich in heller Aufregung irgendwie alle zusammen in dieser, dem US-Original auf ganz eigene Art nicht wirklich nachstehende Playback-Sitcom-Dancing-Show The Golden Gmilfs: EXTRA DRY.


Frauenpower in der Seniorinnen-WG


Die sieben Staffeln mit insgesamt 180 Episoden – sie alle wurden Kult! – aus dem turbulent kleinbürgerlichen, von komisch-grotesken, auch bitteren, ja tragischen Konflikten durchzogenen Lebensalltag einer taffen, schlagfertigen, lebensmutigen amerikanischen Seniorinnen-WG „The Golden Girls“ wurde zwischen 1987 und 1992 produziert. Anfang der 1990er Jahre kam GG, grandios synchronisiert, ins deutsche Fernsehen. Neuerdings gibt es diverse Theater-Adaptionen, beispielsweise in Wien. Und jetzt also im BKA.


Playback als kluger Zugriff


Dass die Sache aus Miami gut ins queere Milieu gerade in Berlin passt, liegt von vornherein auf der manikürten Hand. Dass man diverse Bruchstücke aus dem üppigen Fundus der Episoden per Playback aus den Lautsprecherboxen (erstaunlich lippensynchron) nachspielt, ist ein kluger Schachzug; die Akteure und Akteurinnen wären ansonsten überfordert.

Immerhin wird zwischendurch nach den Ohrwurm-Hits aus alten Zeiten reichlich getanzt. Und weil die Szenen nicht nur im hübsch plüschigen Heim, sondern auch im Aerobic-Salon spielen, darf man Schönheits-Irrsinn, Mode-Wahnsinn, sowie diverse Altersbeschwerden sarkastisch aufs Korn nehmen – Rose, Dorothy, Blanche und Sophie sind immerhin mehr oder weniger straffe, weniger bewegliche Seniorinnen.


Gute-Laune-Volkstheater mit Trash und Camp


Obendrein wird die weniger nostalgisch als vielmehr überraschend heutig über die Rampe rasende Chose durchsetzt mit albernen Videos vom Künstlerinnen-Knatsch aus dem Backstage-Bereich. Denn hier ist alles und überall Camp, Trash, Augenzwinkern. Mit allerhand fein oder grob eingestreuten Wahrheits- und Weisheitspillen.

Bis zum 9. Juli, immer donnerstags bis samstags. Hier geht es zu den Karten.

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3. BE-Tipp - Tolles Herz-Schmerz-Wut-Theater

Die Frau, die gegen Türen rannte © Birgit Hupfeld
Die Frau, die gegen Türen rannte © Birgit Hupfeld

Ein Muss für alle Fans großer Schauspielkunst: Endlich, endlich die Wiederaufnahme von Oliver Reeses Inszenierung des amerikanischen Monologstücks von Roddy Doyle „Die Frau, die gegen Türen rannte“ mit der umwerfenden, einzigartigen, herzergreifenden, wilden, zarten Bettina Hoppe (Hier zurückblättern auf Blog 234 vom 27. November 2017).

Donnerstag, 23. Juni, 19.30 - 20.30 Uhr. Hier geht es zu den Karten.

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4. Bess Hauptmann zum 125.

Elisabeth Hauptmanns
Elisabeth Hauptmanns "Happy End" am Renaissance Theater © Max Jackwerth

„Ach, Brecht ist wieder hier, sagte eine Freundin. Und eines Nachmittags hat er sie dann besucht“, erinnert sich Elisabeth Hauptmann. Die 27-jährige Lehrerin – sie schlug sich in Berlin als Bürosekretärin durch – sollte unbedingt dabei sein beim intellektuellen Klatsch mit einem fast Gleichaltrigen der Szene, war aber völlig vergrippt, hatte mithin an diesem verregneten Oktobertag des Jahres 1924 absolut keine Lust aufs Teetrinken mit einem höchstens in Kennerkreisen gefeierten, hoffnungsvoll stückeschreibenden Dramaturgen vom Deutschen Theater. Dennoch, sie ließ sich breitschlagen, hockte mürrisch am Tisch und schwieg. „Ich sah da einen sehr dünnen Menschen mit Lederjacke, sehr freundlich, und der erzählte vom Theater. Dann musste er weg. Nächsten Morgen ging das Telefon. ‚Hier Brecht. Ich bin noch nie so unfreundlich verabschiedet worden!‘ Ja, dann habe ich versucht, etwas freundlicher zu sein. Und daraus ergab sich dann diese lange Mitarbeiterschaft...“ Es wurden 32 Jahre.


Brechts Geliebte, seine Mit- und Gegendenkerin


„Bess“ war Brechts kreativste Bezugsperson in dessen – vom Gedichteschreiben abgesehen – permanent kollektivem Arbeitsprozess; war seine Sekretärin, Dramaturgin und Managerin für lange Zeit. Und für kurz seine Geliebte. Nach Brechts Tod 1956 amtierte sie (KPD-Mitglied seit 1929, seit 1949 SED) zwei Jahre lang als Parteisekretärin am Berliner Ensemble. 1958 begann die Arbeit an der Herausgabe Brechts Gesammelter Werke letzter Hand im Suhrkamp Verlag, die teilweise und verändert auch im Ostberliner Aufbau-Verlag erschienen.

Im April 1973 starb Elisabeth Flora Charlotte Hauptmann, die am 20. Juni 1897 in der westfälischen Provinz in bürgerlichen Verhältnissen geboren wurde – heute vor 125 Jahren.


Die Copyrights am kollektiven Brecht-Werk


Ein Jahrzehnt vor ihrem Tod präzisiert sie selbst in einem Testament ihren Anteil am Label Brecht. Denn der Umgang mit Copyrights wurde zunächst „gar nicht schwer tragisch genommen“. Demnach stünden ihr vertraglich abgesichert Tantiemen an folgenden Teamwork-Produkten zu: „Happy End“, „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“, „Die Dreigroschenoper“, „Don Juan“, „Pauken und Trompeten“, „Volpone“, „Hirse für die Achte“, „Die erste Reiterarmee“, „Optimistische Tragödie“, „Zwei Herren von Verona“.

Es ist übertrieben kritische, ja demagogische Nachrede, Brecht-Mitarbeiter(innen) seien ausschließlich Opfer schamlos männlicher Ausbeutung gewesen. Die eigenwilligen Damen empfanden nämlich ihre durchaus vielseitig hingebungsvolle Mitarbeit und die damit verbundenen Inspirationen als ziemlich beglückend. Und doch schloss ihre Bindung an den genialen Egomanen seelisches Leid nicht aus. Ob aber der notorische Polygamist sie, wie gern behauptet, abgehalten habe von autonomer Künstlerschaft, sei dahingestellt. Die Hauptmann jedenfalls hat es stets stolz verneint.


Viel gelacht und viel gedillidallit


Hauptmanns jahrzehntelanges Engagement für B.B. und die lebensabschnittweise intime Liaison mit ihm hat kaum mit Kalkül zu tun, sondern mit großer Lust auf diesen Kerl mit diesem Kopf. „Die Sachen, die ihn interessierten, waren auch für uns interessant. Dabei haben wir unendlich viel gelacht während der ernstesten Arbeit. Und viel gedillidallit“, womit Brechts Rumblödeln gemeint war. „Er brauchte jemanden, der bestimmte Sachen begriff oder etwas, was er nicht so gut konnte, dass der andere das konnte.“ Vor allem bei den Dramen ging es nicht ohne gegenüber; Brecht machte auch keinen Hehl draus, das besorgten andere.


Souveräne Frau der Moderne


Übrigens, als freie Autorin hätte E.H., als ihr Ende der 1920er dieser Weg offenstand, womöglich kaum überleben können. Da kam ihr die Identifikation mit der Werkstatt sowie dem Manne Brecht gerade recht. Konnte doch diese so kluge wie unkonventionelle Frau als Mitglied des B.B.-Betriebs ihr emanzipatorisches Bedürfnis ausleben. Hielt man sich doch in besagter Firma für Avantgarde! Für das strikte Gegenteil von spießig und pflegte so genannte offene Beziehungen.

Freilich, die große Offenheit ließ auch Raum für Katastrophen. Der Brecht im Karpfenteich schrieb poetisch zerknirscht: „Ich weiß es: ich habe zu viel geliebt. Ich habe zu viel Leiber gefüllt, zu viel orange Himmel verbraucht. Ich soll ausgerottet werden. / Meine Geliebten bringen ein bisschen Kalk mit in den Händen, die ich geküsst…“


Donner im orangenen Himmel


Tatsächlich, der Himmel war, als Hauptmann und Brecht sich schicksalhaft begegneten, extrem orangefarben. Turtelte doch der Lederjacken-Schlacks noch immer mit seiner Jugendliebe „Bittersweet“ Banholzer (Sohn Frank), war frisch verheiratet mit Marianne Zoff (Tochter Hanne) und liiert mit der schwangeren Helene Weigel (Sohn Stefan), die wiederum den beiden ihre Atelierwohnung in der Spichernstraße überließ und sich noch um eine Bleibe für Zoff und Baby kümmerte. So scheinbar gelassen und vor allem diskret (man siezte sich beharrlich vor Dritten) Brechts kollektives Liebes- und Arbeitsleben ablief, es donnerte auch gehörig im rosa Gewölk. Als der erotische Vielfraß 1929 die Weigel heiratete, während er hinterrücks ein Verhältnis mit der Schauspielerin Carola Neher pflegte, berühmt als Polly in der „Dreigroschenoper“, versuchte Bess sich umzubringen.

Trotz allem: Das bissige Wort vom „Sex für Text“ greift daneben, erst recht bei den Brecht aus freien Stücken treu und krisengeschüttelt verbundenen Gefährtinnen wie Ruth Berlau oder eben Elisabeth Hauptmann; Margarete Steffin starb auf dem Weg in die Emigration 1942 in Moskau an Tbc. Auch gab es für diese starken Frauen noch andere Männer neben Brecht. E.H. beispielsweise war zweimal verheiratet, zuletzt mit dem Komponisten Paul Dessau.


Die Bindung an die dritte Sache


Doch das letztlich stärkste Bindemittel war die vielbeschworene „dritte Sache“; eben das Stücke-Werk sowie die Durchsetzung einer neuen Art Theater, des epischen, an dem natürlich auch Männer teilhatten – Auden, Besson, Dessau, Dudow, Eisler, Neher, Feuchtwanger oder Weisenborn. Und schließlich gehörte zum großen Dritten eine kommunistisch geprägte politische Grundüberzeugung, die bei Brecht erst gegen Ende seines Lebens, mit seinem Zweifeln an der Reformfähigkeit des Systems, ernstlich zu bröckeln begann.


Dem Realsozialismus treu, geehrt, verehrt und einsam


Die in der DDR durch Devisenkonto und Reisefreiheit privilegierte Hauptmann schwenkte trotz Formalismusdebatte, Chruschtschow-Rede oder Prag 68 die Fahne bis hin zum Opportunismus. Etwa wehrte sie sich verbissen gegen eine Drucklegung des sarkastischen Zehnzeilers „Die Lösung“, in dem Brecht nach dem 17. Juni 53 vorschlägt, die DDR-Regierung solle das Volk auflösen und sich ein anderes wählen. Doch bei allem trotzigen Glauben an den sozialistischen Fortschritt: Gerade die frühen 50er Jahre, die intellektuelle Vernachlässigung durch Brecht, an dessen Ruhm sie kaum teilhatte, zehrten an ihrer Gesundheit.

Am Ende ihres 75-jährigen Daseins war Elisabeth Hauptmann zwar auch offiziell hoch respektiert und geehrt, fühlte sich aber verlassen und einsam, gleichwohl sie umgeben war von Brecht-Schülern, -Forschern, -Geliebten und -Beiseitegeschobenen. Ihr Grab, wenige Wege entfernt vom lebenslang geliebten „Arbeitsfreund“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, wäre längst gelöscht worden, hätte nicht die Friedhofsverwaltung dagegen entschieden.

Es ist, in deutlicher Entfernung von den Gräbern des Brecht-Clans, ein Urnengrab mit kleinem verwaschenem Stein, unscheinbar, wie das – sinnigerweise nur wenige Schritte entfernt – von Ruth Berlau.


Ruth und Bess – aktuelle Präsenz im BE und Renaissance Theater 


Zufälligerweise sind gerade jetzt die beiden einander sehr gut bekannten, doch sehr wenig freundschaftlich verbundenen Frauen präsent auf Berliner Bühnen. Im BE läuft noch bis zum 2. Juli „BERLAU: Königreich der Geister. Eine Live-Performance mit Virtual Reality von Raum und Zeit“. Ausgestattet mit einer VR-Brille begibt sich das Publikum jeweils einzeln geführt in eine szenische Installation, um auf diese noch ziemlich neue, unkonventionelle Art dem Brecht und der Berlau, die 1974 psychisch krank bei einem selbstverschuldeten Brand im Charité-Bett starb, live wie virtuell nahe zu kommen.

Außerdem im BE: Barrie Koskys ruhmreiche „Dreigroschenoper“-Inszenierung (zurückblättern auf Blog 369 vom 11. Oktober 2021) mit der kleinen Besonderheit, dass endlich die Hauptmann ausdrücklich als Mit-Autorin schon in allen Ankündigungen genannt wird. Das Stück ist eben nicht nur von Brecht/Weill.

Berliner Ensemble, „Die Dreigroschenoper“, bei uns im Angebot am 3. Juli. Hier geht es zu den Karten.

Im Renaissance Theater läuft in Serie bis in die nächste Spielzeit eine elegant stylische Inszenierung (Regie Sebastian Sommer) von Elisabeth Hauptmanns Gangster-Komödie „Happy End“ (Musik und Songtexte: Kurt Weill, Bertolt Brecht). Die melodramatisch durchgeknallte, saftig ironische und mit Welthits („Surabaya Johnny“) gespickte, antikapitalistisch gefärbte Unterhaltsamkeit (siehe Blog 400 vom 13. Juni 2022) entstand 1929 zwischen „Dreigroschenoper“ (1928) und „Mahagonny“ (1930). Inzwischen auch ein Klassiker.

Renaissance Theater, „Happy End“, noch bis Oktober. Hier geht es zu den Karten.

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