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Kulturvolk Blog Nr. 364

Kulturvolk Blog | Uwe Sauerwein

von Uwe Sauerwein

30. August 2021

Heute: 1. „Greek“ – Deutsche Oper Berlin / 2. „Maria Stuart“ – Globe Berlin / 3. „Tatort Neukölln“ ­­– BKA-Theater

1. Deutsche Oper: - Mit Sophokles durch die Spelunken

GREEK, Premiere 27. August 2021 Open-Air auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin © Eike Walkenhorst
GREEK, Premiere 27. August 2021 Open-Air auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin © Eike Walkenhorst

„Here we go, here we go, here we go!“ Mit Schlachtgesängen aus englischen Fußballarenen startet an der Bismarckstraße die neue Spielzeit. In Mark-Anthony Turnages „Greek“ geht es erstmal alles andere als opernhaft zu. Raue Töne herrschen in den üblen Spelunken, in die der britische Komponist das antike Drama um König Ödipus verfrachtet hat. Der gut 90-minütige Zweiakter offeriert den klassischen Mythos als grelles Spektakel. Mit dem passenden Spielort: Der Saisonauftakt der Deutschen Oper Berlin findet auf dem Parkdeck statt.

Was den Spielplan betrifft, fährt Intendant Dietmar Schwarz mit seinem Team erstmal auf Sicht. Man will nicht wieder von epidemiologischen Zuspitzungen überrascht werden. Immerhin hat das Charlottenburger Opernhaus die lange Zwangspause effektiv nutzen können. Massentestungen, finanziert durch einen Sponsor, ermöglichten es, den Großteil der Neuinszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“ früher als geplant einzustudieren.

Dass das Opernhaus auch mit kleinen Produktionen überzeugen kann, zeigt nun die Open-Air-Premiere von „Greek“. Das Publikum auf dem nicht überdachten Parkdeck war am Ende hörbar angetan, obwohl auch die Witterung bei der Premiere „very british“ war.

 

Tödlicher Käsekuchen

 

Ödipus heißt hier Eddy. Er lebt auch nicht in Theben, sondern wächst im Londoner East End auf. Eine proletarische Welt, geprägt von Rassismus, Gewalt und Massenarbeitslosigkeit, die der 1960 geborene Komponist aus eigener Jugend kennt und für die er in seiner ersten Oper „Greek“, die er mit 28 schrieb, kraftvolle Töne gefunden hat.

Sein Libretto greift eine Verstragödie aus dem Jahr 1980 auf, von Steven Berkoff, einem Vertreter der britischen „Angry Young Man“-Dramatiker, die lautstark und mit überaus derben Sätzen die sozialen Spannungen in der englischen Gesellschaft schilderten. So auch bei „Greek“, basierend auf der Tragödie des Sophokles um Vatermord und Mutterliebe.

Eddy hat die Schnauze voll. Von den rechten Sprüchen seines versoffenen Vaters, von der Mutter, die alles widerstandslos über sich ergehen lässt, von den abgewrackten Gestalten in der elterlichen Kneipe. Als Dad und Mum auch noch von einem Kirmes-Wahrsager erzählen, der einst prophezeite, Eddy würde seinen Vater töten und mit der Mutter schlafen, reicht es endgültig. Eddy reißt aus. Er schlägt sich rum, in einer vermüllten Stadt, in der die Gesellschaft verroht. Auch in einem Café gibt es Stunk, wegen eines Käsekuchens. Eddy erschlägt im Streit den Besitzer. Und beginnt ein Verhältnis mit dessen Witwe. Die hat vor vielen Jahren ihren kleinen Sohn bei einem Unglück in der Themse verloren.

Zehn Jahre geht für das Paar alles gut. Sogar die Plage, die das Land lähmt, kann Eddy bekämpfen. Indem er die Sphinx, das Männer hassende Monster, tötet. Dann erfährt er von seinen Eltern, dass er gar nicht ihr leiblicher Sohn ist. Sondern ein Findelkind aus der Themse…

 

Derbe Sprüche, coole Klänge

 

Erzählt und gesungen wird das von den vier Sängerinnen und Sängern auf Cockney, dem Londoner Slang. Man kann das Libretto per Übertitel und Programmheft mitlesen. So einige derbe Sprüche sind nicht für zarte Gemüter.

Als Mark-Anthony Turnage, der als Komponist noch fast unbekannte Junge aus dem Arbeitermilieu, 1988 von Hans Werner Henze den Auftrag erhielt, eine Oper für die erste Münchner Biennale zu schreiben, war er erst mal von den Socken. So manche durchzechte Nacht markiert den Entstehungsprozess von „Greek“. Nicht aus Gründen der Recherche, sondern um den eigenen Schweinehund zu überwinden. Am Ende jedoch entstanden Klänge, die Grenzen überschreiten und auch so manchem Novizen den Zugang zur Oper erleichtern dürften.

Strawinsky, Bartók, Janáček, aber auch Miles Davis, Sun Ra oder Frank Zappa meint man als Quellen der Inspiration herauszuhören. Mal schrill, mal mächtig perkussiv, aber auch mal anrührend still oder sogar a-cappella. Das Parkdeck überrascht mit guter Akustik sowohl für Gesang als auch für die Instrumente. Diese Musik, von Kapellmeisterin Yi-Chen Lin und ihrem kleinen Orchester mit spürbarer Freude vorgetragen, könnte man auch einfach nur für sich mit Freude hören, was nicht auf jedes zeitgenössische Musiktheater zutrifft. Zugleich zeichnet sie die deftige Handlung teilweise so scharf, dass man sich optisch auf der Bühne (Michela Flück), von der ein Laufsteg durch die Sitzreihen führt, oft auf Andeutungen beschränken kann.

 

Schicksal statt Klassenkampf

 

Das Parkdeck könnte wunderbar als „Müllhaufen“ herhalten, wie Turnage das East End bezeichnet. Doch Pınar Karabulut, bislang als Schauspiel-Regisseurin erfolgreich, besinnt sich wiederum auf die alten Griechen. Die Frage, inwieweit das Schicksal dem Menschen vorbestimmt ist, ist wichtiger als der gesellschaftliche Riss der Ära Maggie Thatcher, der in „Greek“ an die Stelle der Seuche im Sophokles-Stück gerückt wurde.

Schicksal statt Klassenkampf also. Das aber mit den Mitteln der Groteske, der Comic-haften Überzeichnung. Masken und Kostüme (Teresa Vergho) würden ebenso zu „Orpheus in der Unterwelt“ passen. In diesem Umfeld schlagen sich die Sänger-Darsteller, alle in Amerika geboren, sowohl stimmlich wie spielerisch bravourös. Dean Murphy als Eddy, nicht minder großartig in wechselnden Rollen Irene Roberts und Heidi Stober sowie Seth Carico, der hier auf dem Parkdeck vor einigen Jahren blutüberströmt in „Oresteia“ von Xenakis zu erleben war. Im Vergleich dazu geht es diesmal amüsanter zu.

Berlins Spielplan bietet im Moment einen wahrhaften Ödipus-Komplex. Am selben Wochenende wie „Greek“ feierten am Deutschen Theater die Sophokles-Tragödie in der Regie von Ulrich Rasche sowie an der Komischen Oper George Enescus „Œdipe“ Premiere. Zwei Wochen später geht an der Schaubühne Maja Zades Stück „ödipus“ als Uraufführung an den Start. Ist das Zufall? Hat es mit der Seuche zu tun, die bei Sophokles die Menschen bedrückt? Sollte man Freud fragen?

Eddy zumindest ist das alles schnuppe. Mythos, Schicksal und Moral, was soll’s. Nach seinem Leichenzug steht er wieder auf. Und feiert als „sexy motherfucker“ die freie Liebe mit seiner Frau und Mutter.

 

Weitere Vorstellungen 3., 4., 5., 7. und 8. September. Hier geht es zu den Tickets.

2. Globe: - Auf diese Bretter können Sie bauen!

 © Thorsten Wulff
© Thorsten Wulff

Was als Ort der Zuflucht erhofft war, wurde zum Gefängnis. Seit 19 Jahren ist die schottische Königin Maria Stuart in England interniert. Für die englische Regentin Elisabeth bleibt sie eine Bedrohung. Weil die königliche Cousine Ansprüche auf ihren Thron stellen könnte, weil die politischen und religiösen Konflikte in Britannien kein Ende nehmen. Das Volk fordert Marias Kopf. Doch Elisabeth zögert. Eine Königin hinrichten zu lassen, ist ein Tabubruch, der ihr letztlich selber Unheil bringen kann.

Das hölzerne Gerüst, auf dem Maria Stuart die Besucher des Globe Berlin empfängt, erhält im Laufe von Friedrich Schillers Fünfakter immer neue Bedeutungen. Podium, Palast und Kerker, Thron, Gerichtssaal und am Ende das Schafott. Eine Glocke unter dem Podest ertönt, wenn Marias letzte Stunde geschlagen hat.

„Open O“ nennt das Berliner Off-Theater seine ringförmige Freilichtbühne, in welcher das Publikum in der Mitte Platz nimmt und somit auch Teil des Geschehens wird. Sie besteht aus lauter gestapelten hölzernen Bauteilen des zukünftigen Globe. Dabei handelt es sich um eine Rekonstruktion von Shakespeares legendärem Volkstheater, die bis 2016 in Schwäbisch Hall bespielt wurde.

Auf diese Bretter können Sie bauen, ließe sich in Abwandlung eines berühmten Werbeslogans sagen. Denn als die Arena einem Neubau weichen musste, schlug Christian Leonard zu. Der Gründer und langjährige Leiter der Berliner Shakespeare Company erwarb den ausgemusterten Holzbau. Seine Vision eines Globe Theaters für Berlin soll auf dem Gelände an der Charlottenburger Sömmeringstraße verwirklicht werden, wo sein Ensemble bereits seit 2019 spielt. Im Sommer 2022, wenn die noch fehlenden Stützpfeiler aus Schwäbisch Hall per Schwertransporter gekommen, wenn Pachtvertrag und alle Genehmigungen hoffentlich unter Dach und Fach sind, soll das Globe als neue Spielstätte eröffnen.

 

„Zorn und Zuflucht“

 

Im aktuellen Provisorium werden in diesem Sommer rund hundert Veranstaltungen geboten. „Zorn und Zuflucht“ lautet das Motto, nicht zuletzt als Reaktion auf fehlenden Respekt gegenüber Kulturschaffenden während des Lockdowns. Neben Theater mit drei Premieren stehen Tanz, Impro-Theater, musikalische Lesungen, Swing und Weltmusik aus aller Welt auf dem Spielplan. Das alles auch hier mit 3-G-Regeln, die Maske darf am Platz abgenommen werden. Sollten Corona oder Wetter eine Aufführung unmöglich machen, können die Karten zurückgegeben oder umgebucht werden.

Gerade mit Schillers „Maria Stuart“ hat das Deutsche Theater kürzlich erfolgreich vorgeführt, wie man auf der Bühne auf die Corona-Krise reagieren kann. In ihrer Inszenierung, die zum diesmal rein virtuellen Theatertreffen eingeladen wurde, verfrachtete Anne Lenk alle am Drama Beteiligten in neben- und übereinander geordnete Holzkisten.

 

Im Vergleich dazu geht Carola Söllner, die lange Jahre in Schwäbisch Hall gearbeitet hat, bei ihrer ersten Regie im Globe Berlin einen konventionelleren Weg. Aber: Sie hat das üppige Personal bei Schiller auf ein Quartett zurechtgestutzt, eine überzeugende Reduktion. Neben den beiden Monarchinnen Maria Stuart (Wiebke Acton) und Elisabeth (Saskia von Winterfeld) beteiligen sich lediglich Marias Kerkermeister Mortimer (Benjamin Krüger) und der beide Königinnen liebende Graf Leicester (Anselm Lipgens) an diesem Spiel zwischen Politik und Macht, religiösem Wahn und erotischen Abhängigkeiten, aus dem es für alle Beteiligten kein Entkommen gibt.

 

Nichts bleibt privat

 

Unfassbar einsam sind diese Figuren. Obwohl oder gerade weil sie ohne Unterlass in der Öffentlichkeit stehen. Nichts, aber auch gar nichts, bleibt privat. Kein Gespräch, kein Brief, kein Gefühlsausbruch. Schutzlos sind die Protagonisten jener Gesellschaft ausgeliefert, die sie doch eigentlich formen und beherrschen wollen. Hier liegt der Schwerpunkt in Carola Söllners Inszenierung. Wo können wir unsere Existenz wirklich noch selber gestalten, wo werden wir von außen zu dem gemacht, was wir sind? Verweise auf die heutige Social-Media-Welt gibt es in der Aufführung vordergründig nicht. Trotzdem kommt sie dem Betrachter in den Sinn.

Der Kulminationspunkt und stärkste Moment ist direkt nach der Pause die direkte, so lange hinausgezögerte Begegnung von Maria und Elisabeth, wenn der Versuch der Versöhnung in einem Riesenfiasko mündet. Schillers Stück ist bekanntermaßen großes Schauspieler-Theater. Man wünscht sich, gerade was die Darstellung der Titelheldin betrifft, etwas mehr Feinheiten. Aber es ist wohl für jeden Mimen und jede Mimin nicht einfach, sich in der Open-Air-Arena richtig Gehör zu verschaffen. Mit den Geräuschen vom benachbarten Fußballfeld haben die Schauspieler immerhin mittlerweile umzugehen gelernt.

Zudem liegen ein Kraftwerk und Sozialbauten in Sichtweite. Da erscheint das schmucke Schloss Charlottenburg so weit entfernt obschon so nah. Aber gerade in dieser Umgebung ein Theater zu etablieren, das ist durchaus wieder in der Tradition von Shakespeares legendärer Volkstheater-Arena.

 

Noch 9./10. September sowie 16./17. September. Hier geht es zu den Karten.

3. Ades Zabel & Company im BKA: - Futschi statt Gucci

Ades Zabel & Company:  © Jörn Hartmann
Ades Zabel & Company: © Jörn Hartmann

Wie gelangt man von Kreuzberg nach Neukölln? Am Mehringdamm 34 ist das simpel. Einfach nach oben, per Fahrstuhl oder über atemraubende fünf Treppen bis unters Dach, wo das BKA-Theater residiert. Hier ist Ades Zabels Comedy-Show mit den schrägen Gestalten aus dem Neuköllner Kiez seit vielen Jahren der Publikumsrenner. Und wirklich alle Beteiligten, Künstler, Betreiber wie Publikum, sind happy, dass nach der Zwangspause wieder gespielt wird. Möglich wird das durch Covid-Check am Einlass, Sicherheitsabstand zwischen den Plätzen und immer kühle Frischluft. So soll es sein, in Corona-Zeiten.

Nicht nur unzählige Bühnen, auch die Held(inn)en des „Neuköllnicals“, die das Publikum durch viele Folgen lieben gelernt hat, wurden vom Lockdown arg gebeutelt. Brigitte Wuttke, genannt Biggy, mit ihrer Legginsboutique am Hermannplatz ebenso wie Jutta Hartmann, deren Kiezkneipe lange dicht bleiben musste, wofür sie müde 111 Euro Hilfe erhielt, Nur Edith Schröder hat ein krisenfestes Einkommen: Nicht umsonst genießt die trinkfeste Lebenskünstlerin einen schon legendären Ruf als Harz-VIII-Empfängerin.

Ein Schreiben der Hausverwaltung sorgt allerdings auch bei Edith für Untergangsstimmung. Ihre 49-Quadratmeter-Behausung soll in eine Eigentumswohnung umgewandelt werden. Edith genießt Vorkaufsrecht, für eine Million Euro. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Pläne, wenigstens die Anschubfinanzierung durch den Verkauf einer Niere zu stemmen, zerschlagen sich: Edith verfügt, wie sich zufällig herausstellt, nämlich von Natur aus nur über eine einzige Niere. Auch der Plan, Teile des Wohnungsinventars bei „Rares für Bares“ zu veräußern, scheitert jämmerlich. Bleibt als einziger Ausweg die Kriminalität, nach dem Motto „Ich brauch det Geld, Jesetz is mir ejal“.

Biggies aktueller Lover Harry Weinfurz, der als Geldtransporter für Karstadt am Hermannplatz jobbt, hat die scheinbar glorreiche Idee: Einen fingierten Überfall auf ihn selbst sollen Edith, Biggie und Jutta fabrizieren, anschließend will man die Beute gerecht teilen. Wie soll man sich auch als ehrlicher Mensch über Wasser halten, damit zerstreut Jutta, die sich um ihr Lieblingskaufhaus, vor allem um dessen Resterampe sorgt, ihre Skrupel. Dumm nur, dass sie den geplanten Coup bei ihrem Coiffeur Detlef („Wir Friseure sind berühmt für unsere Verschwiegenheit“) ausplaudert…

 

Mit Gags gegen Gentrifizierung

 

Ein wenig trashig geht es in den Produktionen der Ades Zabel Company immer noch zu. Im Lauf der Jahre sind die Shows aufwendiger und perfekter geworden. Dabei steckt hinter manchem Lacher ein trauriger Hintergedanke. Auch wenn hier ausschließlich Herren als Damen zu erleben sind, die wiederum in Hosenrollen schlüpfen, so bieten die „Neuköllnicalls“ von und mit Ades Zabel (Edith), Bob Schneider (Jutta) und Biggy van Blond (herself) sowie Roman Shamov (Harry) keine Fummelshow, sondern eine Liebeserklärung an den Kiez, der rasanten Änderungen unterworfen ist.

„Tatort Neukölln“ ermöglicht wieder jede Menge charmante bis zotige Milljöh-Schilderung. Kriminalität durch berüchtigte Clans, mit denen sich Gesetzeshüter und Anwohner im richtigen Leben herumschlagen, ist hier kein Thema: Lieber kämpft die Company unter der bewährten Regie von Bernd Mottl mit Gags gegen Gentrifizierung - ein Fremdwort, das Edith wahrscheinlich gar nicht kennt, geschweige denn aussprechen kann. Es wird wie immer munter gesungen und getanzt, zu umgetexteten Hits von „Freak Out“ bis zum Kommissar, der im Krimi umgeht. So mancher Disco-Kracher ist leider bereits ein wenig ausgelutscht. Meisterhaft dagegen Ediths Autofahrt mit Gewissensbissen zur Musik aus Hitchcocks „Psycho“.

 

Durch Social Media zur Volksheldin

 

So einige der Filmeinspieler von Jörn Hartmann sind genial. Das beginnt mit der Parodie auf die Tagesschau und die Moderatorinnen, wo die Klimaheilige Greta „Fridays for Futschi“ fordert. Dem Nationalgetränk von Neukölln, ein Mix aus Weinbrand und mehr oder weniger Cola, droht der Untergang, wenn der Kiez immer hipper wird und Gucci statt Futschi angesagt ist.

Seit jeher nehmen Ades Zabels Produktionen Bezug aus Fernsehen. So sieht man denn auch den Vorspann vom ARD-Tatort, allerdings blickt Edith Schröders Pupille durch den Schlitz. Auch die RBB-Abendschau mischt mit.

Überhaupt die Medien. In Zeiten von Social Media und Fake News wird aus Edith, der Kriminellen, eine Volksheldin. Der Verleihung der Heinz-Buschkowski-Medaille folgt die Nominierung an die Spitze des Neuköllner Bezirksamts. Zwischendurch muss Edith von ihren Freundinnen vom hohen Ross geholt werden. Bis sie schließlich als Regierende Bürgermeisterin nominiert ist und sich, statt ins Rote Rathaus zu ziehen, in ihrer Neuköllner Bruchbude ein Homeoffice einrichtet: „Ick fahr doch nicht jeden Tag mit der U8 nach Mitte!“

Angesichts Ediths Durchschlagskraft müsste sich Frau Giffey beim Urnengang Ende September warm anziehen. Auch ohne akademischen Abschluss gelangt man bisweilen ganz nach oben. Zumindest am Mehringdamm…

 

Weitere Vorstellungen von „Tatort Neukölln“ 1.-4. September. Hier geht es zu den Karten.
Ab 24. November spielt die Ades Zabel Company ihre Weihnachtsshow „Wenn Ediths Glocken läuten Vol. 18“ sowie ab 28. Dezember die Neujahrsrevue „Hallo 2022 – Mit Edith ins neue Jahr!“.

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