Shakespeares Komödie ist ein schillerndes Spiel mit Identitäten, Begehren, Verkleidung und gesellschaftlichen Rollen. Im Zentrum steht Viola, die nach einem Schiffbruch ihren Zwillingsbruder Sebastian verloren glaubt und sich als Mann verkleidet unter dem Namen Cesario in den Dienst des Herzogs Orsino stellt. Orsino liebt die Gräfin Olivia, die sich wiederum in Cesario verliebt, ohne zu wissen, dass dieser in Wahrheit eine Frau ist. Zugleich entwickelt Viola in ihrer Rolle als Cesario selbst Gefühle für Orsino.
Warum wählt Viola die männliche Rolle am Hof des Herzogs? In unserer inklusiven Inszenierung verschränken wir die Themen Geschlecht und Behinderung, ohne sie gleichzusetzen. Beide markieren Grenzen gesellschaftlicher Normen und machen sichtbar, wer gesehen wird und wer nicht. Die Produktion sucht weniger nach eindeutigen Antworten als nach Bildern für das Spannungsfeld von Freiheit, Verstellung und Zugehörigkeit.
Sarah Kurze, geboren 1993 in Mecklenburg-Vorpommern, arbeitete zunächst als Regieassistentin an der Volksbühne Berlin, bei den Lovefuckers sowie von 2018 bis 2020 am Deutschen Theater Berlin, wo sie auch eigene Arbeiten realisierte. Seit 2020 inszeniert sie regelmäßig unter anderem am Theater Konstanz, am Volkstheater Rostock, am Deutschen Theater Göttingen, am Theater Bonn, am Badischen Staatstheater Karlsruhe sowie weiterhin am Deutschen Theater Berlin. In der Spielzeit 2025/26 inszeniert sie erstmals am RambaZamba Theater.
| Regie | Sarah Kurze |
| Bühne | Kostüm | Vanessa Vadineanu |
| Dramaturgie | Juliane Koepp Mit Elias Arens, Kaan Aydemir, Lioba Breitsprecher, Eva Fuchs, Juliana Götze, Tobias Kreßmann, Sascha Perthel, Rebecca Sickmüller, Jonas Sippel, Nele Winkler |