Sie ist wieder da: der Großstadtengel der 90er, postmoderne Diva, die wohl fabelhafteste Ikone des Neuen Deutschen Chansons, die Mutter der Kleinkunst.
2008 erschien ihre letzte CD „liebe mich“. Danach ist sie abgetaucht in die Welt der Kulturellen Bildung, hat das Street College mit in die Welt gebracht und junge Menschen dabei begleitet, ihre Stimme zu finden. Sich zu entdecken.
Heute widmet sie sich wieder dem poetischen Ausdruck, dem, was kommt und sie findet. Sei es in der Malerei, in Wortbildern oder der Poesie. Und so musste sie nicht lange nachdenken, als ihre langjährigen musikalischen Weggefährten Florian Grupp und Peter Ehrlichmann gefragt haben: „Wollen wir mal wieder?“
Tanja Ries sucht die Verbindung: das Gefühl, mit Emotionen nicht allein zu sein. In der Hingabe an den Moment schenkt sie Mut, Trost und Verwandlung. Melancholisch und spröde, zerbrechlich und klar, aufwühlend und sanft.
Was Tanja Ries liefert, sind nicht Geschichten, es sind in Farbe gehüllte Stimmungen. Vom Warten und dem Einen, vom Ende, dem Laufen, Gewichten und Cadillacs. Auch im größten Liebesglück steckt noch ein wenig Schmerz … und wenn wir Glück haben gibt es noch die ein oder andere kleine absurde Geschichte und Gedankenwirbel zwischendurch.