„Spooky Paradise“ steht in Leuchtbuchstaben auf einem Gerüst, als grelles Überbleibsel einer verschwundenen Attraktion, inmitten eines Brachgeländes. In Philippe Quesnes neuer Produktion stellt der Regisseur und bildende Künstler eine Reihe eigenartiger Gestalten vor, die letzten Erben einer Zirkusfamilie. Ohne ihre Tiere und bar jeder akrobatischen Virtuosität bemühen sie sich darum, ihr Geschäft am Leben zu erhalten.
Befinden sie sich auf einem verlassenen Jahrmarkt, in einer Geisterbahn oder auf einem Filmset? Sind diese Künstler:innen einfach nur erschöpft, kurz vor dem Verschwinden, oder stehen sie am Beginn einer möglichen Wiedergeburt?
Am Ende von „Intervista“, Federico Fellinis letztem Film, den er kurz vor dem Konkurs der Cinecittà-Filmstudios drehte, erwähnt der italienische Regisseur den wiederkehrenden Wunsch seines Produzenten: „Ein Hoffnungsschimmer? Nun, ich weiß nicht … Wir können es versuchen.”
Philippe Quesne, mit seinem Gespür für das Vergängliche, für Atmosphäre und die fantastische Alltäglichkeit, präsentiert hier mit einem mehrsprachigen Ensemble aus Schauspieler:innen und Musikern ein neues Werk, auf dem Grat zwischen Utopie und sanfter melancholischer Dystopie balancierend.
| Regie | Bühne | Philippe Quesne |
| Kostüme | Tabea Braun |
| Dramaturgie | Johanna Höhmann Lili Hering |
| Mit | Kathrin Angerer Jean-Charles Dumay Sébastien Jacobs Rosa Lembeck Sir Henry Marie Rosa Tietjen Martin Wuttke |