Es gibt Orte, die erst im richtigen Licht zu leuchten beginnen – und manchmal ist dieses Licht ein Lied.
In seinem neuen Programm verwandelt Roger Stein das Alltägliche in Poesie. Er hält die Lupe auf das vermeintlich Banale und entdeckt darin ganze Universen. Selbst die Warteschlange beim Amt wird bei ihm zur philosophischen Betrachtung darüber, wie wichtig Nummern in unserer Gesellschaft sind – über Geduld und Menschlichkeit.
Stein zeichnet keine glatten Helden, sondern schillernde Figuren – mit all ihren Brüchen, Widersprüchen und zarten Sehnsüchten. Im „Lobbyisten-Tango“ zum Beispiel tanzt die Macht mit der Moral, doch statt Fingerzeig gibt es Zwinkern, statt Zynismus – Empathie.