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Kulturvolk Magazin
 © Monika Rittershaus
bis 23. Jun 2026

Pelléas et Mélisande

Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
10117 Berlin
Claude Debussy

Mit der Uraufführung von „Pelléas und Mélisande“ 1902 fordert Claude Debussy die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen heraus: Seine Instrumentationskunst ist ohne Beispiel, er überführt die Wagnersche Leitmotivtechnik in eine subtile Klangfarbendramaturgie und beschreibt Atmosphären und Seelenstimmungen, die sich der Beschreibung entziehen und selbst die Musik oft nur anzudeuten vermag.

Die stoffliche Grundlage ist das gleichnamige Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck (1862-1949), eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Stiefbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die Handlung bleibt im Vagen, dafür werden psychische Tiefen ausgelotet. Die Tragödie findet nicht als offener Konflikt, sondern als unterschwelliger seelischer Prozess statt. Debussys Musik bleibt ebenso verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Unter der monochromen Oberfläche schillern jedoch die vielfältigsten Farben, und Debussy gelingt es, die verrätselte, morbide Atmosphäre auf kongeniale Weise in Musik umzusetzen.

 

 

 

Besetzung
Inszenierung Ruth Berghaus
1991
Musikalische Leitung François-Xavier Roth
Szenische Einstudierung, Spielleitung Katharina Lang
Bühne | Kostüme Hartmut Meyer
Einstudierung Chor Dani Juris
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

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