Eine Begegnung. Ein Krieg. Zwei Jahrzehnte.
Im Sommer 2004: Ein deutscher Student reist in den Donbass und begegnet Nastia, einer jungen Mutter, die vor ihrem gewalttätigen Mann geflohen ist. Zwischen ihnen entsteht eine fragile Hoffnung auf ein anderes Leben, auf eine Zukunft, die damals möglich scheint – und schließlich doch an Sprachbarrieren, gesellschaftlichen Zwängen und gegensätzlichen Erwartungen zerbricht. Die Inszenierung begleitet die beiden durch zwei Jahrzehnte, von Donezk nach Kyjiw, von Moskau nach Berlin, bis Nastias Spur im Nebel des Krieges verschwindet. Was bleibt sind Splitter unterschiedlicher Lebens-Möglichkeiten. Ist Nastia die Frau in Donezk, die um ihr Überleben kämpft? Die in Kyjiw, die neu anfängt? Die in Moskau, die sich anpasst? Oder die in Berlin, die zwischen den Welten hängt? Oder ist sie all das zugleich – eine Frau, die sich ständig neu erfinden muss, weil die Welt es von ihr verlangt?
Ausgehend von einer autobiografischen Begegnung wird NASTiA zur Parabel über Verantwortung und Ohnmacht – über das Deutschland, das zuschaut, und die Ukraine, die kämpft. Ein Stück, das dem nachlassenden Interesse an diesem Krieg eine menschliche Stimme entgegenstellt. Keine einfache Antwort, sondern eine Frage: Wie viel von Nastias Geschichte sind wir bereit zu hören?
| Regie | Andreas Merz |
| Ausstattung | Sonja Füsti Dramaturgie Miriam Fehlker |
| Musik | Mykola Lebed |
| Video | Serge Hahamidi |
| Mit | Tanya Kargaeva Ali Berber Von Kateryna Penkova |