Kurzeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im überdachten Outdoor-Foyer
Ein Sturm zieht auf! Aribert Reimanns überwältigende Klassiker-Vertonung „Lear“ kehrt zurück an die Komische Oper Berlin, wo schon Harry Kupfer und Hans Neuenfels den großen Stoff vom alten König inszenierten. Im Flughafen Tempelhof zeigt nun Barrie Kosky bildgewaltig, wie sich über Shakespeares erschütternder Vaterfigur ein Gewitter der Machtgeilheit entlädt.
König Lear schleppt sich dem Tod entgegen. Sein Reich will er unter seinen drei Töchtern aufteilen, wobei jene den größten Teil erhalten soll, die den Vater am meisten liebt. Während Goneril und Regan einander in Liebesschwüren übertrumpfen, kämpft Cordelia, die jüngste, nicht um ihren Anteil. Sie, die den Vater ehrlich liebt, verweigert den Wettstreit und trifft ihn gerade damit schwer.
Lear verstößt seine Lieblingstochter. Ohne Mitgift verheiratet er Cordelia an den König von Frankreich, der wenig später Lears Lande überfallen wird. Kaum ist das Reich geteilt, verbünden sich Goneril und Regan auch schon in offener Verachtung für den greisen Vater. Begleitet nur von seinem Narren, irrt der alte König nachts auf offenem Feld durch Regen und Sturm …
Aribert Reimanns 1978 uraufgeführte Oper verdichtet Shakespeares monumentales Drama in elf – teils simultan erklingenden – Szenen zu einem zeitlosen Meisterwerk von unvergleichlicher stimmlicher und instrumentaler Ausdruckskraft.
| Inszenierung | Barrie Kosky |
| Musikalische Leitung | Nicholas Carter |
| Bühnenbild | Rebecca Ringst |
| Kostüme | Klaus Bruns |
| Dramaturgie | Sophie Jira |
| Chöre | David Cavelius |
| Licht | Olaf Freese |
| Sounddesign | Holger Schwark |
| Mit | Chorsolisten der Komischen Oper Berlin Vocalconsort Berlin Orchester der Komischen Oper Berlin |