Eintritt/Führung durch die Sonderausstellung
Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin eröffnet im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg eine neue Perspektive auf das Leben und Werk einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen: Mit der Sonderausstellung „Käthe Kollwitz und das Theater“ rückt ein bislang wenig beleuchtetes Thema in den Fokus – die Theateraffinität von Käthe Kollwitz und ihrer Familie.
Theater als Teil des Familienalltags
Tagebucheinträge und Briefe an ihren Sohn Hans dokumentieren, wie selbstverständlich Theaterbesuche Teil des Alltags der Familie waren – genauso wie politische Diskussionen und künstlerische Arbeit. Käthe Kollwitz und ihre Familie erlebten die fruchtbarste Zeit der Berliner Theatergeschichte hautnah und besuchten zahlreiche innovative Inszenierungen der großen Regisseure ihrer Zeit, darunter Otto Brahm, Max Reinhardt und Leopold Jessner.
Theater als Resonanzraum für das künstlerische Werk
Die Ausstellung untersucht, welchen Einfluss diese intensiven Seherfahrungen auf das künstlerische Werk von Käthe Kollwitz hatten. Obwohl sie nicht unmittelbar für das Theater arbeitete, spiegeln sich in ihrem Œuvre vielfältige Bezüge zu literarischen Stoffen, szenischen Situationen und dramatischen Verdichtungen wider.
Die Ausstellung umfasst über 100 Exponate von 17 Leihgebern, darunter Alte Nationalgalerie SMB, Kupferstichkabinett SMB, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Ernst Barlach Haus Hamburg, John Neumeier Stiftung Hamburg, Kollwitz Museum Köln sowie Tanzarchiv und Theaterwissenschaftliche Sammlung Köln, Laufzeit bis 3. Mai 2026.