Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Anlässlich des 50. Todestages der großen deutsch-jüdischen Lyrikerin Mascha Kaléko entsteht ein Abend, der die feinsinnige Melancholie, den Humor und die sprachliche Präzision Kalékos neu zum Klingen bringt.
Mascha Kaléko (1907–1975) galt als Stimme einer ganzen Generation. In den Berliner Kaffeehäusern der 1930er Jahre wurde sie mit ihrem "Lyrischen Stenogrammheft“ schlagartig bekannt – ihre Gedichte spiegeln das Lebensgefühl der Großstadt, scharfsinnig und zart zugleich. Nach der Flucht vor den Nationalsozialisten lebte sie im Exil in New York und später in Jerusalem. Ihre Texte erzählen von Entwurzelung, Zugehörigkeit und der Suche nach Heimat – Themen, die heute aktueller scheinen denn je. „Wohin ich immer reise, ich fahr nach Nirgendland“, heisst es in einem ihrer Gedichte – eine Zeile, die dem Abend ihren Titel verleiht.
Die italienisch-deutsche Musikerin Etta Scollo, bekannt für ihre poetischen Kompositionen zwischen Chanson, Weltmusik und Klassik, begegnet Kalékos Lyrik mit feinfühliger Musikalität. Scollo, vielfach ausgezeichnet (u. a. Ruth World Music Prize, Verdienstorden Italiens 2024), versteht es, literarische Texte in Musik zu verwandeln, ohne ihnen ihre Eigenständigkeit zu nehmen.
Eva Mattes, eine der profiliertesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum, verleiht Kalékos Gedichten mit ihrer unverwechselbaren Stimme Tiefe, Wärme und Ironie.
Ein Abend über die Kraft der Kunst, die Grenzen überwindet und das Menschliche ins Zentrum rückt.
| Mit | Etta Scollo (Gesang) Susanne Paul (Cello) Tara Bouman (Klarinette); Eva Mattes (Lesung) |