Tanz, Performance
in englischer und arabischer Sprache
Im Arabischen ist „athar“ das Wort für „Spur“ – und zugleich für “Ruine“. In dieser neuen Arbeit des Künstlers und Choreografen Enad Marouf bezeichnet "athar“ das, was bleibt: ein Zeichen dafür, dass etwas nicht mehr vollständig existiert, ein Fragment. Athar nimmt keine eindeutige Form an, es ist immer beides: Beweis einer Abwesenheit und Überrest eines Daseins.
Die Performance kehrt zurück in die 1960er und frühen 70er-Jahre – eine bedeutende Zeit des politischen Wandels und die Geburtsstunde von Befreiungsbewegungen und Studierendenprotesten rund um den Globus. In vielerlei Hinsicht ähnelt jene Epoche unserer Gegenwart. Doch die Unterschiede reichen tief. Damals schienen eine politische Vorstellungskraft und ein Versprechen von Zukunft noch möglich – etwas,
das sich heute nur sehr schwer denken lässt. Die Performance möchte das Publikum und Künstler*innen im Theater als Kollektiv zusammenbringen: auf der Spur eines Moments von Zeit, Raum und Verlust – und zugleich der Möglichkeit, gemeinsam zu denken.
| Konzept | Choreografie | Enad Marouf |
| Performance | Ronald Alonso Berger jee chan Kiana Rezvani |
| Stimme | Majdoleen Shalgheen Bassyma Saad |
| Musik | Cem Dukka |
| Licht | Jacqueline Sobiszewski |
| Bühne | Enad Marouf |
| Kostüme | Grzegorz Matlag |
| Im Gespräch mit | Franziska Aigner Edwin Nasr |