Ora, die Frau, die vor einer Nachricht flieht, ist unterwegs in Israel. Sie will unerreichbar, einfach nicht da sein, falls schreckliche Neuigkeiten sie ereilen sollten. Denn ihr Sohn Ofer hat sich freiwillig zum Militäreinsatz im Westjordanland gemeldet. Zusammen mit ihrer Jugendliebe Avram, dem biologischen Vater ihres Sohnes und einst ein Soldat im Sechstagekrieg, flieht Ora in die Berge. Sie erzählt und erinnert sich, um durch ihr unaufhörliches Erinnern den Sohn am Leben zu erhalten. Sie erzählt von ihren zwei Lieben, von ihren Söhnen, vom Krieg, ihrer Wut, der Verzweiflung und dem Glück.
Mit „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ hat David Grossman eine beinahe zarte Familiengeschichte geschrieben, in der sich die Zerrissenheit eines Landes und das Unglück des Krieges für etliche Generationen im Großen spiegelt. Nach „Aus der Zeit fallen“ und „Kommt ein Pferd in die Bar“ ist dies der dritte Text Grossmans, den das Deutsche Theater auf die Bühne bringt.
| Bearbeitung | Regie | Armin Petras |
| Bühne | Peta Schickart |
| Kostüme | Annette Riedel |
| Musik | Micha Kaplan |
| Video | Rebecca Riedel |
| Licht | Robert Grauel |
| Dramaturgie | Juliane Koepp |
| Videomitarbeit und Live-Kamera | Rafael Ossami Saidy |
| Mit | Julischka Eichel Kaspar Locher Anja Schneider Natali Seelig Max Simonischek Tamer Tahan |