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Kulturvolk Magazin

Die Frauen von Nagyrév

TD Berlin
Klosterstraße 44
10179 Berlin

Brutalität war im verarmten ungarischen Dorf Nagyrév alltäglich. Viele der Männer waren kriegstraumatisiert und dem Alkohol verfallen. Die Frauen arbeiteten und sorgten sich um Kinder und Alltag. Und sie begannen sich zusammenzuschließen; töteten 300 Menschen, darunter ihre Ehemänner: die tödlichste, von Frauen angeführte Arsen-Epidemie der Geschichte.

Historisch völlig alleinstehend reiht sich das Geschehen dennoch in viele Erzählungen von Gewalt ein, in denen sich Frauen zur Wehr setzten und das Regime übernahmen: von den Amazonen in Kleists Penthesilea über Klytämnestra in Aischylos´ Agamemnon bis zu Euripides´ Medea.

 

Kann der Versuch, mit Gewalt gegen ein gewaltvolles System aufzubegehren, ein erster Schritt sein? Studierende der Hochschule für Musik Hanns Eisler verknüpfen in dem musiktheatralen Werk die Geschichte der Mörderinnen mit antiken Mythen und Utopien einer Gesellschaft ohne Gewalt, die von Vordenker*innen wie bell hooks inspiriert sind. Gesang, Electronics und Schlagzeug verbinden experimentelle zeitgenössische Klänge mit volksliedartigen Reminiszenzen und improvisierter Percussion.

 

 

Besetzung
Regie Paul-Georg Dittrich
Regie | Text Christina Constanze Polzer
Dramaturgie | Text Clara Magdalena Richter
Komposition Cecelia Philippi Palumbo
Bühne | Kostüm Pauline Heitmann
Licht | Technische Unterstützung Marco Philipp Mentorat
Mit Kirsi Alanko
Sara Wijlaars
Hanna Hábetler
Sophia Haider
Schlagzeug | Electronics Lan Sticker

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