In einer Fassung von Maja Zade und Thomas Ostermeier
Der geizige Harpagon ist seit vielen Jahren verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder. Elise und Cléante leiden unter dem Sparwahn ihres Vaters: Um sich Kleidung kaufen zu können, müssen sie entweder beim Glücksspiel Geld gewinnen oder es irgendwo leihen. Beide Geschwister sind verliebt: Elise in Valère, der für ihren Vater arbeitet, Cléante in die Nachbarin Marianne. Die Paare brauchen Geld, um ihre Hochzeiten zu bezahlen und das gemeinsame Leben zu beginnen. Zögerlich gehen Elise und Cléante auf ihren Vater zu, um ihn um Unterstützung zu bitten. Doch Harpagon hat ganz andere Sorgen: Er hat im Garten eine Geldkassette vergraben und hat nun Angst, dass diese gestohlen werden könnte. Gleichzeitig hat er selbst Pläne geschmiedet: Wenn Elise den alten, aber reichen Kaufmann Anselme heiratet und Cléante eine vermögende Witwe, dann könnte Harpagon die mittellose Marianne zur Frau nehmen. Elise und Cléante beschließen, sich zum ersten Mal in ihrem Leben gegen ihren tyrannischen Vater zu wehren und beginnen, sich Intrigen auszudenken, die immer komplizierter und verwickelter werden.
»Der Geizige« ist ein Stück über einen Mann, der durch seine Gier nach Geld und der Liebe zu einer jüngeren Frau versucht, gegen den Tod und die Vergänglichkeit zu kämpfen.
| Regie | Thomas Ostermeier |
| Bühne | Magda Willi |
| Kostüm | Vanessa Sampaio Borgmann |
| Musik | Lars Eidinger |
| Dramaturgie | Maja Zade |
| Licht | Erich Schneider |
| Mit | Lars Eidinger Damir Avdić Magdalena Lermer Pablo Moreno Mano Thiravong Stephanie Eidt Falk Rockstroh Robert Beyer Axel Wandtke |