Eine Inszenierung des Theaters Ost nach F. Dostojewski
Mit der Erzählung „Das Krokodil“, die der Inszenierung zugrunde liegt, stellen wir den heiteren Dostojewski vor.
Das Krokodil zieht seine Kraft aus der absurden Ausgangssituation
eines Mannes, der von einem Reptil verschluckt wird und sich im Bauch des Ungetüms wohlig einrichtet. Dostojewski verspottet in dieser Erzählung das ökonomische Prinzip und den Kapitalismus, in dem der Mensch neben dem Profit nichts mehr gilt. Seitenhiebe verteilt er dabei auf die weltfremde
russische Administration und auf die starren Gesellschaftsstrukturen.
Am Ende entpuppt sich die Geschichte auch als Satire auf den Wahnsinn ausufernder Bürokratie, die einer komplexer werdenden Welt nicht mehr gewachsen scheint. Aktueller kann eine Geschichte kaum sein.
| Regie | Kathrin Schülein |
| Mit | Inka Pabst Thilo Herrmann Henry Nandzik Roger Pabst |