Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman
Ein poetischer, märchenhafter Abend, über die Dinge, die uns werden lassen, wer wir sind.
Wie werden wir, wer wir sind? Dieser Frage geht die nonbinäre Erzählfigur Kim in „Blutbuch“ auf den Grund. Es entsteht eine poetische Erzählung über nicht definierbare Körper, über das Schweigen innerhalb der eigenen Familie. Über die Großmutter, liebevoll im berndeutschen Dialekt “Großmeer” genannt, die langsam ihre Erinnerungen verliert. Über Meer, die Mutter, die zur Eishexe werden kann. Und über die Blutbuche, die der Urgroßpeer für seine liebste, aber verstoßene Tochter gepflanzt hat und die in das Kind Kim hineinzuwachsen beginnt. Denn Kims Körper hat keine Grenze.
Langsam spinnen sich die Erinnerungsfäden zusammen, suchen nach der anderen, der weiblichen Blutslinie der Familie. Einer anderen Form der Überlieferung. Sie erzählen von den Narrativen, die uns prägen, von der subtilen Gewalt, mit der wir aufwachsen, weil sich Erfahrungen in unsere Vorfahren eingeschrieben haben, die sie an uns weitergeben.
„Blutbuch“ ist der Debütroman von Kim de l´Horizon, für den Kim 2022 den Deutschen Buchpreis und den Schweizer Buchpreis erhielt. Der Roman sucht nach einer Sprache, die bezeichnen kann, was jenseits der bestehenden Kategorien existiert. Eine Sprache, die versucht das Dazwischen zu beschreiben. Kim de l’Horizon nennt die sich daraus ergebende Schreibweise „écriture fluide“.
| Regie | Max Radestock |
| Bühne und Kostüme | Clara Wanke |
| Puppenbau | Annemie Twardawa |
| Sounddesign | Gabriel Wörfel |
| Dramaturgie | Daniela Guse |
| Regieassistenz | Charlotte Domingo-Vecchioni |
| Bühnenbildhospitanz | Mia Rentschler |
| Licht | Janis Willhausen Frederik Wohlfarth |
| Mit | Julian Trostorf Annemie Twardawa Emma Zeisberger |