Ein nachdenklicher Abend mit Texten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs
Krieg als Mittel der Politik erfreut sich weltweit seit einiger Zeit erschreckend wachsenden Zuspruchs. Nach 80 Jahren Frieden in unseren Breiten scheinen die Erinnerungen an die Schrecken und Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen verblasst.
Die Schauspielerin Sigrid Grajek und der Musiker Jens-Karsten Stoll gehen auf literarische Spurensuche in die ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenzeit ein Krieg von einigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert, von einigen humoristisch verklärt. Die Realität der Schützengräben sah dann anders aus als gedacht. Nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen.
Der Erste Weltkrieg wird von Historikern zwar als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, aber erinnert wird kaum an ihn. Die beiden Künstler wollen diese Lücke schließen.
Ein nachdenklicher Abend mit Texten von Georg Heym, August Stramm, Hugo Ball, Frida Bettingen, Klabund, Berta Lask, Erich Mühsam, Gerrit Engelke u.a. und Kompositionen von Jens-Karsten Stoll.
Wenn Interesse besteht, gibt es im Anschluss ein Publikumsgespräch mit den Künstlern.
| Mit | Sigrid Grajek Jens-Karsten Stoll |