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Die FVB heute

Seit 2012 ist die ehemalige Kulturpolitikerin Alice Ströver als Geschäftsführerin der Freien Volksbühne Berlin e.V. tätig. Sie erweiterte das kulturelle Angebot auf Veranstaltungen der Freien Szene und Sportveranstaltungen sowie auf Angebote der Brandenburger Bühnen. Die Veranstaltungsreihe Montagskultur präsentiert nunmehr regelmäßig Konzerte, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und Theaterabende im vereinseigenen Haus in der Wilmersdorfer Ruhrstraße.

 

2015 feierte die Freie Volksbühne Berlin ihr 125-jähriges Bestehen seit der Vereinsgründung im Jahr 1890 mit einer historischen Ausstellung zur Geschichte des Vereins. Aus Anlass des Jubiläums wurde auch erstmals das alljährliche Sommerfest zu einem Straßenfest auf der Ruhrstraße ausgeweitet. Neben einem vielfältigen Bühnenprogramm mit Künstler*innen der Berliner Theater, Opern- und Konzerthäuser präsentierten sich die Kulturinstitutionen an Ständen. Seitdem gehört das Sommerfest zum festen Bestandteil im Kulturkalender Berlins.

 

Ebenfalls 2015 gab Prof. Dr. Dietger Pforte nach 18 Jahren den Vorsitz des Vereinsvorstandes ab. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Frank Bielka gewählt, ehemaliger Staatssekretär für Finanzen und Bauen und ehemaliges Vorstandsmitglied der größten Berliner Wohnungsgesellschaft degewo.

 

Der Verein sah aufgrund seiner bewegten Geschichte und der Verwechslungsgefahr mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und dem ehemaligen Theater der Freien Volksbühne in der Schaperstraße in der Verantwortung, einen neuen Markennamen für den Verein zu entwickeln, um die Tätigkeit als Besucherorganisation klarer an die Öffentlichkeit kommunizieren zu können. Im März 2017 trat der Verein unter dem Markennamen „Kulturvolk. Das Publikum“ mit einem technisch modernisierten Außenauftritt an die Öffentlichkeit.

 

Inzwischen zeigt sich eine deutliche Verjüngung der Mitgliedschaft und ein stetiger Anstieg der Mitgliederzahlen ab. Der Verein steht mehr denn je als verlässlicher Mittler zwischen dem Publikum und der kulturellen Landschaft Berlins und Brandenburgs.