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Leider müssen wir die revue am 23.03. absagen!

Gemäß dem Beschluss der Senatsverwaltung für Kultur und Europa werden alle öffentlichen Veranstaltungen in der VOLKSBÜHNE Berlin bis einschließlich 19. April abgesagt. Dies betrifft unsere geplante Revue am 23.03. im großen Saal und das Rahmenprogramm am 23.03. im Roten Salon.

 

2020 feiern wir 130 Jahre Freie Volksbühne BERLIN!

Berlin war die Geburtsstätte der Volksbühnenbewegung, die in den gesamten deutschsprachigen Raum ausstrahlte.

Am 23. März 1890 veröffentlichte Deutschlands erste kulturpolitische Massenorganisation der Arbeiterbewegung den Gründungsaufruf für eine „Freie Volksbühne“: „Die Kunst dem Volke!“ lautete das berühmte Motto von Bruno Wille.

Der Verein „Freie Volksbühne Berlin e.V.“ wurde als erste Besucherorganisation Deutschlands gegründet, um breiten Bevölkerungsschichten den Zugang zur Kultur zu erleichtern.

 

130 Jahre später lebt diese Bewegung immer noch. Und wie!

Wir wollen Geschichte und Gegenwart der Volksbühnenbewegung wieder ins Bewusstsein bringen:

Welche Stimme hat das Publikum? Und was hat die Theaterästhetik von Erwin Piscators Politischem Theater, das die Freie Volksbühne vor und nach dem zweiten Weltkrieg so entscheidend geprägt hat, uns gerade heute wieder zu sagen?

 

Daher beschwören wir das „Teatro Piscator“ herauf. Einen Abend lang wird ein fiktives Ensemble gegründet, das Protagonisten der Freien Volksbühne Berlin in der Schaperstraße Berlin (West), der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin (Ost) sowie das Kulturvolk aller Länder miteinander vereinigt.

 

Die Arbeiter- und Kulturkämpfe des 20. Jahrhunderts noch einmal auf Anfang - und alles von vorn!

Denn wir können nicht oft genug damit anfangen, aufzustehen, uns zu erinnern und zu leben.

 

REGIE: Christian Filips

 

MITWIRKENDE

 

Foto © Åsa Maria Mikkelsen
Foto © Åsa Maria Mikkelsen

toRa Augestad

Die 1979 in Bergen geborene Sängerin und Schauspielerin studierte sowohl klassische Musik als auch Jazzgesang und widmet sich seitdem u. a. dem Repertoire von Kurt Weill, Hanns Eisler, Luciano Berio und Arnold Schönberg. Ihre Vielseitigkeit inspiriert Komponisten, Regisseure und Dirigenten gleichermaßen. Sie konzertierte mit dem Gürzenich-Orchester Köln, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Bamberger Symphonikern, dem Ensemble Modern dem Bergen Philharmonic Orchestra und dem Klangforum Wien. 2018 wurde sie als „Performer of the Year“ von der Norwegischen Komponistengesellschaft geehrt.

Maximilian Brauer

Der am Sylvesterabend 1986 in Ost-Berlin geboreren Schauspieler sammelte erste Erfahrungen am P14 Jugendtheater in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. 2006 begann er ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, brach dieses aber nach zwei Jahren ab, als er von Sebastian Hartmann an das dortige Centraltheater engagiert wurde. 2010 holte Brauer seinen Hochschulabschluss nach, 2011 ging er zurück nach Berlin und spielte seitdem an der Volksbühne in vielen erfolgreichen Produktionen mit.

Foto © Philipp Arnoldt
Foto © Philipp Arnoldt

Margarita Breitkreiz

Margarita Breitkreiz ist eine deutsche Schauspielerin russlanddeutscher Herkunft. Im Jahr 2006 schloss sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst-Busch“ in Berlin ab,  wo sie seitdem auch wohnt. An der Berliner Volksbühne spielte sie unter Frank Castorf u.a. in „Der Idiot“, „Medea“,  „Die Soldaten“, „Nach Moskau nach Moskau“, „Der Kaufmann von Berlin“, „Der Spieler“,  „Der Geizige“ und in „die Brüder Karamasow“ mit.

2004 war sie außerden in dem erfolgreichen Fernsehfilm „Der Grenzer und das Mädchen“ zu sehen. 2016  spielte sie im Film „Marija“ von Michael Koch die titelgebende Hauptrolle.

Foto © Romulo Corrêa
Foto © Romulo Corrêa

Hubert Wild

Hubert Wild wurde in Karlsruhe geboren und studierte zunächst Violine und Klavier, dann auch Gesang bei Rudolf Bautz in Aachen und Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Engagements führten ihn u. a. an die Theater in Aachen, Essen, Stralsund/Greifswald und Heidelberg, bevor er 2009 festes Ensemblemitglied des Landestheaters Salzburg wurde. Er arbeitete an zahlreichen europäischen Theatern und Opernhäusern u.a. in der Staatsoper Unter den Linden und trat bei zahlreichen renommierten Festivals sowie in Konzerthäusern in ganz Europa auf. Hubert Wild ist als Bariton ebenso gefragt wie als Countertenor.

 

WEITERE MITWIRKENDE: Georgette Dee, Sir Henry, Ilja Richter, Ilse Ritter, Hermann Treusch, Bolschewistische Kurkapelle, Männerchor des Staats- und Domchors Berlin uva.

 

ZU GAST: Prof. Monika Grütters MdB, Kevin Kühnert und Dr. Klaus Lederer

 

 

wann & wo?

Am Montag, 23.03. um 19.00 Uhr in der VOLKSBÜHNE Berlin, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

Anschließend lädt der Vorstand der Freien Volksbühne Berlin e.V. zum Empfang ein.

 

Foto © David Baltzer
Foto © David Baltzer

das WEITERE PROGRAMM im jubiläumsjahr 2020

 

2. MÄRZ 2020, 20.15 UHR

Sondersendung „Montagskultur unterwegs“, live bei ALEX Berlin (Rudolfstr. 1-8, 10245 Berlin-Friedrichshain)

Thema: Besucherorganisation im 21. Jahrhundert. Aufgaben und Herausforderungen.

 

Anlässlich des 130. Jubiläums des Vereins Freie Volksbühne Berlin diskutieren wir über die künftigen Aufgaben unserer Besucherorganisation. Mit dabei: Sabine Bangert (Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten im Berliner Abgeordnetenhaus), Frank-Rüdiger Berger (stellv. Vorsitzender der Freien Volksbühne Berlin e.V.), Janine Horstkamp (Mitglied beim Kulturvolk seit 2001), Oliver Reese (Intendant Berliner Ensemble), Rüdiger Schaper (Leiter des Kulturressorts des Tagessspiegel). Moderation: Alice Ströver (Geschäftsführung Kulturvolk | Freie Volksbühne Berlin e.V.)

 

Eintritt frei

 

23. MÄRZ 2020, 15.00 UHR

Filmvorführung „Aufstand der Fischer“ (1931/34) – Das Spielfilmdebüt von Erwin Piscator

Im Roten Salon der VOLKSBÜHNE Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz

 

Nach einer frühen Erzählung von Anna Seghers inszenierte der deutsche, nach Moskau emigrierte Theaterregisseur Erwin Piscator sein Spielfilmdebüt. Die aufwendige und teure Produktion wurde mit einem deutsch-russischen Team begonnen, musste abgebrochen werden und konnte erst in einem zweiten Anlauf realisiert werden. Der Titel ist wörtlich zu nehmen: Hochseefischer machen einen Aufstand gegen Unternehmer und Aufkäufer, weil sie mehr Lohn für ihre mühselige Arbeit haben wollen. Piscator hat die literarische Vorlage wesentlich verändert und aus der pessimistisch endenden Erzählung von Anna Seghers einen Appell für die Volksfront gegen Hitler gemacht.

 

Länge: 90 min

Eintritt frei

 

23. MÄRZ 2020, 17.30 UHR

Neue Häuser für neues Theater – Vortrag in Bildern von Prof. Dr. Falk Jaeger

Im Roten Salon der VOLKSBÜHNE Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz

 

Die Bühnen der Freien Volksbühne in Berlin

 

Immer am Puls der Zeit. Max Reinhardt und Erwin Piscator konnten jeweils Häuser beziehen, die zu ihrer Zeit an der Spitze der Architekturentwicklung standen. Die renommierten Theaterarchitekten Oskar Kaufman, der 1914 das Stammhauses am heutigen Rosa-Luxemburg-Platz baute, und Fritz Bornemann, der den 1963 eröffneten Neubau an der Wilmersdorfer Schaperstraße entwarf, ließen sich vom Geist der freien Theatertruppe inspirieren und dachten den Theaterbau weiter. 

 

Eintritt frei

TICKETS FÜR DEN 23.03.20

Preis: 10,00 € (Mitglieder) | 15,00 € (Gäste)

 

Momentan ist die Veranstaltung leider ausverkauft!

Daher können wir Sie momentan nur auf unsere Warteliste setzen.

Wir werden Sie benachrichtigen, sobald wieder Plätze freigeworden sind.

 

Für alle, die nicht dabei sein können:

Das Jubiläum wird von ALEX Berlin ab 19.00 Uhr im Fernsehen und im Internet LIVE übertragen!

 

Vergangene Veranstaltungen

Bruno Wille um 1900

BRUNO WILLE GEDENKTAG AM 06.02.

SONDERSENDUNG ZUR ZUKUNFT DER BESUCHERORGANISATIONEN AM 02.03.

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