„Ich habe nichts ausgelassen“ - Walter Plathe liest aus seiner Biographie
Auf der Bühne gab er den verführerischen Liliom, den schelmischen Schwejk, den tragischen Professor Unrat. In Filmen spielte er komische und ernste Rollen, im Fernsehen war er siebzehn Jahre lang der bodenständig-sympathische „Landarzt“. So schillernd und vielseitig die Rollen des Schauspielers Walter Plathe, so geradlinig und direkt ist der Charakter dahinter. Walter Plathe – eine echte Berliner Pflanze, ein Typ mit Herz und Schnauze, ein Volksschauspieler, der festhält an seinem Credo: „Die Mutter vons Janze ist das Theater!“.
Wenn Walter Plathe aus seinem Leben erzählt, ist das, als würde er aus einem Drehbuch lesen. Das Genre? Komödie, Krimi, Romanze, Drama, Posse und Actionmovie in einem. Mit seiner trockenen Schlagfertigkeit und dem Temperament eines Urberliners spricht der Schauspieler über ein Leben voller Szenenwechsel und Kontraste. Plathe ist Schelm, Charakter und Herzensbrecher, sympathisch und herzlich, nachdenklich und komisch – nicht nur, wenn er in seine Rollen schlüpft, sondern auch als Mensch.
Mit viel Humor erzählt Walter Plathe seine Lebensgeschichte und plaudert im zweiten Teil des Abends mit Freund/Agent und Festivaldirektor des Seefestivals - Marten Sand - über ganz unverblühmte, nackte Tatsachen, denn er „hat nichts ausgelassen“. Der Zuschauer hat in der Pause die Möglichkeit Fragen aufzuschreiben, die er schon immer einmal von Walter Plathe beantwortet haben wollte.