Ein Idyll – das gemeinsame Warten auf den Fisch. Es ist früh am Morgen. Zwei Anglerinnen machen sich auf, ihrer Passion zu frönen. Mit dem geeigneten Angelequipment der Marke „Fishing King“ und ihrer jahrelangen Erfahrung auf den stillen und rauen Gewässern des Landes könnten sie heute vielleicht sogar ihr geheimes Lebensziel erreichen: einen Urzeitfisch aus den tiefsten Tiefen fischen.
Die Beiden tauschen sich aus über Angelruten, Aal-Dornaugen und Lieblingsköder. Aber auch über Mütter und Großmütter, die ihre Leidenschaft fürs Angeln seit Generationen an ihre Töchter weitergeben. Ein Idyll – das gemeinsame Warten auf den Fisch. Wäre da nicht der einsame Bootshausverleiher mit dem großen Mitteilungsbedürfnis, der den Anglerinnen die Fischereiaufsicht auf den Hals hetzt. Finden hier illegale Aktivitäten statt, wie zum Beispiel die Angelpraxis “Catch and Release“? Oder ist es nur das alte Lied von einem gekränkten Bootshausverleiher, der sich einfach nicht von den Anglerinnen wertgeschätzt fühlt?
Ein vermeintlich kleines, extrem harmloses Drama übers Angeln. Ein lakonischer Text, der uns in seiner ausgestellten Harmlosigkeit in Abgründe blicken lässt. Geschlechterrollen werden spielerisch und mit feinsinnigem Humor aufgebrochen. Und ganz nebenbei fragt das Stück danach, welche Formen weibliche Solidarität haben kann. Ein absurdes Theaterstück über das Warten, Hobbies, Scheitern, Entschleunigen, Angeln und den "großen Fang“. Petri Dank!
| Regie | Guntbert Warns Karim Mezdour |
| Bühne | Ezio Toffolutti |
| Kostüme | Ariane Warns |
| Mit | Imogen Kogge Valerie Neuenfels Guntbert Warns Adrienne von Mangoldt Irina Sulaver |