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Kulturvolk Magazin
Orpheus in der Unterwelt © Monika Rittershaus
bis 28. Dez 2026

Orpheus in der Unterwelt

Komische Oper im Schillertheater
Am Schillertheater 1
10625 Berlin
Jacques Offenbach

Libretto von Hector Crémieux und Ludovic Halévy

Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und der Deutschen Oper am Rhein

 

Schamlos, witzig und frivol! In Barrie Koskys bei den Salzburger Festspielen 2019 frenetisch gefeierter Inszenierung – der ersten Offenbach-Operette der fast 100-jährigen Festspielgeschichte überhaupt – trifft pralle Mythentravestie auf ein spielfreudiges Ensemble der Spitzenklasse. Angeführt vom unnachahmlichen Max Hopp als John Styx, der jeder Figur auf der Bühne seine Sprechstimme leiht, tauchen u. a. Sydney Mancasola als Eurydike, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Pluto und Günter Papendell als Jupiter in eine knallbunte, burschikose, höllische Unterwelt hinab.

Die Ausgangssituation stellt sich bei Offenbach im Vergleich zum Mythos »geringfügig« anders dar: Eurydike, die zentrale Figur, hasst die durch ihren Gemahl personifizierte Musik. Und Orpheus selbst ist nicht mehr als ein kleiner, fader Musiklehrer aus Theben; Aristaeus, der göttliche Verführer, ist ein schauspielernder Honighändler, und Jupiter, der »Vater der Götter«, ein geiler Bock, unablässig auf der Pirsch. Der geheimnisumwitterte John Styx erzählt die Geschichte vom verzopften Orpheus und seiner genervten Eurydike, von Göttinnen und Göttern auf der Suche nach Zerstreuung, angeödet vom Alltag im Olymp. Brennend vor Neugier auf die schöne Entführte und den Wettstreit zwischen Jupiter und Pluto um die Gunst der Eurydike, begibt sich die illustre Gesellschaft auf einen Höllenritt in die Unterwelt, der im wohl bekanntesten Cancan der Musikgeschichte gipfelt. Und Eurydike? – sie macht schließlich allen einen Strich durch die Rechnung …

 

 

 

 

 

Besetzung
Inszenierung Barrie Kosky
2021
Musikalische Leitung James Hendry
Choreographie Otto Pichler
Bühnenbild Rufus Didwiszus
Kostüme Victoria Behr
Dramaturgie Susanna Goldberg
Chöre Jean-Christophe Charron

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