Oper in einem Gruß, vier Szenen und Abschied
Einführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Eine Koproduktion mit der Philharmonie de Paris. In Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Zur Eröffnung der neuen Intendanz wagt sich die Deutsche Oper Berlin an ein Projekt, das Grenzen sprengt und neue Räume öffnet: Karlheinz Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ ist erstmals als szenische Opernproduktion im deutschsprachigen Raum zu erleben. Nicht weniger als ein kosmisches Welttheater um Mann und Frau, Gut und Böse, Geburt und Tod entwirft der Klangvisionär Stockhausen in seinem monumentalen Zyklus „Licht. Die sieben Tage der Woche“. Während in anderen Teilen des Zyklus der Kampf miteinander streitender Kräfte im Zentrum steht, deren Polarität unser Leben jeden Tag aufs Neue bestimmt, wird im „Mittwoch“ die Utopie der Liebe und der spirituellen Verbindung im Geiste der Musik zelebriert – und der Glaube daran, dass Gemeinschaft und Solidarität möglich sind. Kompromisslos war Stockhausen auf der Suche nach einer neuen Art von Musik; er gilt als einer der innovativsten, aber auch streitbarsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Der Pionier der elektronischen Musik hat auch die Popmusik bis hin zu Kraftwerk und Björk über alle Genregrenzen hinweg inspiriert. Spektakuläres Herzstück des „Mittwoch aus Licht“ ist das Helikopter-Streichquartett. Hier erweitert Stockhausen den musikalischen Raum über den Theaterraum hinaus: Die Mitglieder eines Streichquartetts sitzen in vier hoch über dem Publikum kreisenden Hubschraubern. Die Streicherklänge mischen sich mit den Geräuschen der Rotorenblätter und werden aus luftigen Höhen in den Zuschauerraum geschickt.
Für unsere Produktion wird das Quartett als einmaliges Event live für die ganze Stadt aufgeführt; die filmische Aufzeichnung des Quartetts wird Teil der Inszenierung.
Das mehrfach ausgezeichnete Künstlerduo Susanne Kennedy und Markus Selg wird „Mittwoch aus Licht“ in seiner ersten Opernproduktion in Berlin zu einem immersiven Ritual verdichten. Maxime Pascal, mit Beginn der neuen Intendanz Principal Guest Conductor, ist ein Kenner und leidenschaftlicher Anwalt der Musik Stockhausens und hat bis auf den Mittwoch bereits alle Teile des „Licht“-Zyklus zur Aufführung gebracht.
| Regie | Susanne Kennedy |
| Musikalische Leitung | Maxime Pascal |
| Bühnenbild | Markus Selg |
| Kostüme | Andra Dumitrascu |
| Licht | Marcel Weber |
| Sounddesign | Florent Derex |
| Video | Markus Selg Warja Rybakova |
| Dramaturgie | Beate Breidenbach |
| Choreinstudierung Weltparlament | Jeremy Bines |
| Mit | Le Balcon Chor der Deutschen Oper Berlin Streichquartett aus dem Orchester der Deutschen Oper Berlin |