Compagnie Marie Chouinard
Choreografien zu:
Johann Sebastian Bach - Magnificat BWV 243
Igor Strawinsky - „Le sacre du printemps“
Zwei ikonische Werke, zwei musikalische Welten, eine unverkennbare Handschrift: Marie Chouinard vereint in diesem Abend Spiritualität, Körperlichkeit und radikale Präsenz. Beide Choreografien basieren auf Musik, die im Rituellen wurzelt: Als christlicher Lobgesang und als Beschwörung archaischer Opferrituale. In der Kombination zeigen sie Chouinard als Pionierin des zeitgenössischen Tanzes, ästhetisch konfrontativ und ungezähmt.
Zwischen dem frühen „The Rite of Spring“ (1993) und dem jüngsten „Magnificat“ (2025) spannt sich ein weiter zeitlicher Bogen. Was ihn zusammenhält, ist eine konsequente Konzentration auf den Körper als Ort von Ritual, Lust, Erschöpfung und Transzendenz. Marie Chouinards Werk ist dabei weniger Entwicklung als Beharren: auf Intensität, auf Unmittelbarkeit, auf einer Form von Tanz, die sich jeder Kontrolle entzieht.
Marie Chouinard wurde in Québec geboren und arbeitete zunächst zwölf Jahre als Solotänzerin, bevor sie 1990 die Compagnie Marie Chouinard gründete. Seitdem sind ihre Arbeiten international präsent und Teil der Repertoires bedeutender Häuser. Neben ihrer choreografischen Arbeit ist sie als Regisseurin, Autorin und Bildende Künstlerin tätig. Für ihr Lebenswerk wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem kanadischen Governor General´s Performing Arts Award.
| Choreografie | Licht- und Setdesign | Kostüme | Make-up "Magnificat" | Marie Chouinard |
| Konzept | Choreografie | Künstlerische Leitung |Lichtdesign "The Rite of Spring" | Marie Chouinard |