Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Schauspiel von John Luther Long und David Belasco
Koproduktion mit dem Festival d’Aix-en-Provence, der Opéra National de Lyon und den Théâtres de la Ville de Luxembourg
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (nicht zur Premiere)
Puccinis weltberühmte Oper über die tragische Liebe zwischen einer hoffnungsvollen Japanerin und einem dekadenten Amerikaner hat bis heute nicht an Kraft verloren. Die Deutlichkeit, mit der der Komponist die kolonialistische Rücksichtslosigkeit des Westens in Frage stellt, war Anfang des 20. Jahrhunderts durchaus mutig. Während Pinkerton die wohl unsympathischste Tenorpartie Puccinis darstellt, durchlebt seine Titelheldin die vielleicht größte Entwicklung all seiner Opernfiguren – von der Geisha zur tugendhaften Ehefrau zur alleinerziehenden Mutter bis hin zur Selbstmörderin.
Die Meisterin des psychologischen Realismus Andrea Breth überrascht in ihrer Inszenierung durch eine malerische Ästhetik. Kimonos, Kirschblüten und Kraniche kommen bei ruhiger Personenführung atmosphärisch zum Einsatz und legen den Fokus ganz auf das Wesentliche: die Figuren.
| Inszenierung | Andrea Breth |
| Musikalische Leitung | Yi-Chen Lin |
| Bühnenbild | Raimund Orfeo Voigt |
| Kostüme | Ursula Renzenbrink |
| Dramaturgie | Klaus Bertisch |
| Chöre | David Cavelius |
| Licht | Alexander Koppelmann |
| Szenische Einstudierung | Marcin Lakomicki |