nach William Shakespeare
Berlin-Premiere
Einen König töten und die Macht ergreifen? Nie hätten Macbeth und Lady Macbeth sich träumen lassen, sie könnten zu einer solchen Tat fähig sein. Doch nachdem drei Hexen ihnen einen rasanten Aufstieg vorhergesagt haben, treibt sich das Paar gegenseitig bis zum Äußersten ... In dieser konzentrierten Fassung des Shakespeare-Klassikers steht die Dynamik des Paares als „partners in crime“ im Vordergrund. Den erzählerischen und musikalischen Rahmen dieses Macht-Märchens bilden die drei Hexen, in Teufelsbund und Teufels-Band, die mit grotesker Spielfreude die Macbeths genüsslich auf ihr unvermeidliches Ende zusteuern lassen. Morgen, morgen und dann wieder morgen!
Ernst-Busch-Regieabsolvent Marten Straßenberg inszenierte die Textfassung des Dramatikers John von Düffel am ETA Hoffman Theater Bamberg und konzentriert sich ganz aufs Spiel der Macbeths mit der Macht und deren Eigendynamik: Wen zieht sie an, welche Formen der Selbstdarstellung bringt sie hervor, wie trennt sie einen Menschen von seiner Menschlichkeit, und was bleibt nach dieser Trennung noch übrig? Das Übernatürliche Element aus Shakespeares Vorlage erhält Einzug durch Kompositionen und Live-Musik, die mal aus dem Höllenabgrund zu uns hinaufschallen, mal als muntere Showtunes das Grauen mit Glitzer übertönen. Denn das Wort „Glamour“ heißt nichts anderes als „Zauberspruch“ – und was ist eine mörderische Prophezeiung, wenn nicht die beste Spielanweisung, die man sich wünschen kann?
| Übersetzung | Fassung John von Düffel | |
| Regie | Marten Straßenberg |
| Musik | Komposition | Philipp Rumsch Dramaturgie Lea Mantel |
| Bühne | Kostüm | Juliane Längin |
| Mit | Daniel Seniuk Sophie Angehrn |
| Live-Musik | Avi Meyer |