Fassung von Tim Adam
Ein eindrücklicher, berührender Abend, über einen Menschen, der genauso tief fällt, wie er vorher geflogen ist.
Am Anfang steht der Rausch, das Gefühl von Allmacht, ein Superstar zu sein. Alles ist machbar, alles ist möglich. Es gibt keinen Stillstand, nur eine Richtung: Vorwärts. Die Manie ist trügerisch, denn im Absturz in die Depression wird klar: Nichts war echt, das Konto leer, soziale Beziehungen zerstört. Es bleibt Leere und Stille. Ein Abgrund, der das schreibende Ich fast mit sich reißt. Und dann fährt die Achterbahn wieder nach oben …
Thomas Melle lebt mit einer manisch-depressiv Störung, auch bipolare Störung genannt. Mit „Die Welt im Rücken“ hat er eine einmalige, sprachlich brillante Chronik seiner Erkrankung verfasst. Schonungslos berichtet er vom Erleben der einzelnen Krankheitsphasen, dem Kampf um die Erinnerung, von dem, was gewesen ist, wenn die Manie vorbei ist. Dem Kampf um das Verstehen. „Die Welt im Rücken“ stand 2016 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.
Tim Adams Inszenierung bringt die Romanvorlage mitreißend und berührend auf die Bühne. Ursprünglich erarbeitet für das E.T.A. Hoffmann Theater in Bamberg, ist es nun an der Vagantenbühne zu sehen.
| Regie | Bühne | Kostüme | Sounddesign | Tim Adam |
| Abendspielleitung | Mia Rentschler |
| Licht | Janis Willhausen Frederik Wohlfarth |
| Mit | Marek Egert |