Rufus Wainwright - „Dream Requiem“ für Sopran, Erzählerin, Chor und Orchester
Wochenlang liegt eine so dichte Aschewolke in der Atmosphäre, dass kein Sonnenstrahl auf die Erdoberfläche durchdringt: 1815 bricht der Vulkan Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa aus und beschert der Welt ein „Jahr ohne Sommer“. George Byron beschreibt die Szenerie in seinem Langgedicht ›Darkness‹: „Mir kam ein Traum – es war nicht ganz ein Traum./ Die schöne Sonne war verglüht; die Sterne/ Verdunkelt kreisten in dem ew´gen Raum,/ Weglos und ohne Strahl; blind zog die Erde/ In mondesleerer Luft.“
Der Komponist und Singer-Songwriter Rufus Wainwright erinnert sich während der Corona-Pandemie an diese Worte – und entscheidet sich, ein Requiem zu komponieren: „Ein Requiem für die menschliche Berührung, das Miteinander und die menschliche Stimme“«, wie es der Kurator Jörn Weisbrodt formuliert.
In seinem gewaltigen „Dream Requiem“ verbindet Wainwright das Byron´sche Gedicht – vorgetragen von Iris Berben – mit den lateinischen Texten der Totenmesse und schafft so nicht nur musikalisch, sondern auch textlich eine zeitgenössische Endzeitstimmung
| Dirigent | Kazuki Yamada |
| Choreinstudierung | Simon Halsey |
| Mit | Regula Mühlemann (Sopran) Iris Berben (Erzählerin); Rundfunkchor Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin |