ab 14 Jahren
Drei Männer, die sich zu einer Wette verabreden. Zwei Frauen, die Gegenstand dieser Wette sind. Mit einem perfiden Spiel, das sich Don Alfonso ausgedacht hat, soll die Treue dieser Frauen getestet werden: Ferrando und Guglielmo sind davon überzeugt, dass Fiordiligi und Dorabella sie niemals betrügen würden. Zum Schein ziehen sie in den Krieg und kehren verkleidet zurück, um ihre Verlobten als vermeintlich Fremde zu verführen: Wenn es ihnen gelingt, haben sie die Wette verloren, und Don Alfonso triumphiert. So das Setting für Mozarts „Così fan tutte“. Ein zeitgemäßer Opernstoff? Es ist in allererster Linie Mozarts Musik, die dieser Oper bis heute ihren Platz im Repertoire sichert, denn sie schaut den Figuren tief ins Herz, ohne sie zu verurteilen. Wenn sich das, was als heiteres Spiel begann, zum grausamen Experiment entwickelt, das schließlich allen Beteiligten den Boden unter den Füßen wegzieht, dann legt die Musik die Gefühle der Figuren in all ihrer Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit frei; sie lotet die existenziellen Abgründe der Liebe aus, die wir alle, egal welchen Geschlechts, auf die gleiche Art und Weise erleben – heute wie 1790, als Mozarts Oper uraufgeführt wurde.
Das belgische Regiekollektiv FC Bergman ist in seiner Theatersprache dem bildgewaltigen Surrealismus zugeneigt und erzählt – erstmals in Berlin und in seiner erst dritten Operninszenierung – „Cosí fan tutte“ als eine Geschichte über junge Menschen von heute, die spielerisch auf der Suche sind nach Antworten auf die Fragen des Lebens: Was bedeutet die Liebe für uns? Welche Rollen spielen wir im Leben? Wer manipuliert wen? Ist die Realität wirklich immer tragfähiger als die Fantasie?
| Inszenierung | FC Bergman (Stef Aerts Thomas Verstraeten Marie Vinck) |
| Musikalische Leitung | Riccardo Minasi |
| Bühnenbild | Joé Agemans |
| Kostüme | Rosa Schützendorf |
| Licht | Peter Van Praet |
| Dramaturgie | Beate Breidenbach |
| Choreinstudierung | Marco Medved |