Ein Solo in Fragmenten für zwei Frauen
Das Konzept basiert auf Gedichten von Ingeborg Bachmann, wie ein Tagebuch den inneren Monolog einer Frau beschreibt, die Räume, Orte und Landschaften durchlebt, das Tagebuch einer Frau, die in einem Delirium eine imaginäre Odyssee durchlebt, sich verliert und in dem nichts mehr wirklich, nichts mehr unmöglich scheint.
„Die Zeit verschlingt mich. Tag für Tag schreibt sich ihr Werk in meine Haut, wo der Spiegel mir ihr Bild zurückwirft, sie frisst sich ohne Unterlass einen Graben in den hintersten Raum meines Geistes und triumphiert
selbst über die Leere. Sie zerlegt mich. Fragmentiert, versuche ich meine verschwundenen und zerstreuten Einzelteile wieder zusammenzufügen und in der von meinen Trümmern hinterlassenen Leere nisten sich Angst
und Einsamkeit ein. Bin zurückgeblieben, mit den Augen im Rücken, von der Zeit überholt, laufe ich ihr und mir hinterher. Ich mühe mich mit den Scherben – verteilt im Wind der Zeit.“ (Ingeborg Bachmann)
| Konzept | Choreographie | Toula Limnaios 1997 |
| Musik | Ralf R. Ollertz |
| Tanz | Francesca Bedin Amandine Lamouroux |
| Assistenz | Alice Gaspari |
| Lichtdesign | Franco Marri Domenik Engemann |
| Kostüme | Toula Limnaios |
| Eisenkostüm | Michael Friedrichs-Friedlaender |