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Wer Streamt was? Kultur in Zeiten von Corona. | KW10

In Zeiten von Corona ist die Kreativität in der Berliner Kulturszene gefragt. Die Theater- und Opernbühnen sind geschlossen, die Konzertsäle leer und an diesem Zustand wird sich bedauerlicher Weise allzu schnell auch nichts ändern. Daher verbleiben Kunst und Kultur wie so vieles andere bis auf weiteres im Digitalen. Auf Abstand von zuhause abrufbar bieten die Institutionen unterschiedliche Streaming- und Online-Formate an.

 

Unsere Streamings Tipps für die kommenden Tage:

Deutsche Oper Berlin: Francesca da Rimini [Online-premiere]

Die Aufzeichnung steht drei weitere Tage kostenfrei als Video on Demand zur Verfügung, danach ist sie auf takt1.de abrufbar (gebührenpflichtig)

 

Nach „Das Wunder der Heliane“ (2018) folgt nu eine weitere Zusammenarbeit von Christof Loy und Sara Jakubiak für Riccardo Zandonais „Francesca da Rimini“. Auch hier steht das Psychogramm einer selbstbewussten, unangepassten Frau im Zentrum, die sich jeglichen moralischen und gesellschaftlichen Zwängen entzieht. Der 1883 geborene Riccardo Zandonai war Schüler Mascagnis und galt um 1910 als neuer Stern am italienischen Opernhimmel. Sein Verleger Tito Ricordi scheute keine Kosten und Mühen und erwarb für die neue Oper Zandonais die exorbitant teuren Rechte an einem der Skandalstücke der Zeit: Gabriele D’Annunzios fünfaktiges Drama „Francesca da Rimini. D’Annunzio hatte auf einen Stoff aus Dantes „Göttlicher Komödie“ zurückgegriffen, der im 19. Jahrhundert zum Lieblingsthema der Romantik gehörte.

Die Produktion der Deutschen Oper Berlin entstand unter strengen Hygieneauflagen und täglichen Testungen der Beteiligten. So konnten Abstände reduziert und auf Mund-Nasen-Bedeckungen der Darsteller*innen verzichtet werden. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin spielt in voller Stärke, ebenfalls durch Hygienemaßnahmen und tägliche Testungen abgesichert. Der Chor ist szenisch nicht eingesetzt, er wird live aus dem Orchesterprobensaal auf die Bühne übertragen.

 

Riccardo Zandonai                                                                          

Inszenierung: Christof Loy                                                                                                                      

Musikalische Leitung: Carlo Rizzi                                                                                                                     

Mit: Sara Jakubiak, Alexandra Hutton, Samuel Dale Johnson, Ivan Inverardi u.a.

 

Kostenlose Online-Premiere am 14.03.2021 | 19.00 Uhr
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Hans Otto Theater Potsdam: NATHANS KINDER [ab 13 Jahren]

Jerusalem ist hart umkämpft: Christen, Juden und Muslime beanspruchen die Stadt für sich. Orientierungslos irrt eines Nachts der junge Kreuzritter Kurt umher, als er plötzlich ein brennendes Haus entdeckt. Mutig stürzt er sich in die Flammen und rettet Recha, die Tochter des Juden Nathan, aus dem Feuer. Eine zarte Liebe entsteht zwischen den beiden, weil es Recha gelingt, Kurt von seinen Vorurteilen abzubringen und sich ihr zu öffnen. Doch ihre Liebe steht in dieser von Gewalt umtosten Stadt unter keinem guten Stern.

 

In der frechen Bearbeitung von Lessings berühmtem Klassiker stellt Ulrich Hub die junge Generation in den Mittelpunkt. Der vielfach ausgezeichnete Autor erhielt für „Nathans Kinder“ den „Mülheimer Kinder StückePreis 2010“.

 

Ulrich Hub                                                                                                                                                         

Regie: Joerg Bitterich                                                                                                                                         

Mit: Charlott Lehmann, Paul Wilms

 

Online am 14.03.2021 | 18 Uhr (für 24 Stunden)

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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Im Kampf mit dem Teufel

Regisseur Frederic Wake-Walker und Visual Artist Ergo Phizmiz erwecken die Operneinakter ›Sancta Susanna‹ von Paul Hindemith und ›Slzy Nože‹ (Die Tränen des Messers) von Bohuslav Martinů sowie das zeitgenössische Orchesterwerk ›Sinuous Voices‹ von Ondřej Adámek zu expressionistischem Leben. Durch beziehungsreiche Collagen und Animationen in Kombination mit sowohl im Green Screen Studio als auch im Kleinen Sendesaal des rbb im Februar gedrehten Aufnahmen wird eine assoziative Bildwelt eröffnet, die von den 1920er-Jahren inspiriert ist und Musik wie Inhalt kongenial vor Augen führt.

 

Filmpremiere am 12.03.2021 | 20.30 Uhr im DSO Player

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RAUM+ZEIT: Tod in Venedig – Ein Audio-SpazierganG...

...für eine Person durch Berlin nach Thomas Mann bearbeitet

 

Das Kollektiv RAUM+ZEIT erschließt Thomas Manns berühmte Novelle für Berliner StadtspaziergängerInnen, die in unserer theaterlosen Gegenwart ganz für sich allein frische Luft schnappen und dabei neuen Gedanken Raum geben wollen. Die Tour beginnt am Georgsdenkmal im Nikolaiviertel und dauert ca. 35 Minuten.

 

Gustav von Aschenbach streift durch die Stadt – der Protagonist  aus Thomas Manns Novelle ist 100 Jahre in die Zukunft gereist und steigert sich hier und jetzt in eine fiebrige Fantasie vom Untergang einer verseuchten Gesellschaft hinein, die innerlich aus den Fugen geraten ist …

 

Sie können den Spaziergang jederzeit machen – empfehlenswert ist er vor Einsetzen der Abenddämmerung bzw. kurz vor oder nach Sonnenuntergang.

 

Mit: Alexander Bandilla (Sprecher)

Konzeption/Idee: Lothar Kittstein, Bernhard Mikeska, Maria Schneider

In Koproduktion mit dem Theaterdiscounter

Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags.

 

zum Audio-Spaziergang

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