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WER STREAMT WAS? KULTUR IN ZEITEN VON CORONA

In Zeiten von Corona ist Kreativität in der Berliner Kulturszene gefragt. Die Theater- und Opernbühnen sind geschlossen, die Konzertsäle leer und noch ist es ungewiss, wie es nach dem 19. April weitergehen wird. Deswegen verlagern die Kulturveranstalter ihr Programm nun vermehrt ins Internet und streamen kostenlose Highlights aus ihrer aktuellen (und vergangenen) Spielzeit. 

 

Wir wünschen viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören. Bleiben Sie gesund!

BERLINER PHILHARMONIKER

Erleben Sie Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker digital! Die Digital Concert Hall überträgt pro Saison mehr als 40 Konzerte, die im Anschluss auf Abruf im Konzertarchiv angeboten werden. Neben hunderten von Aufzeichnungen mit großen Künstlern der klassischen Musik gibt es auch zusätzliche Dokumentationen, Interviews, Konzerteinführungen und Künstler-Porträts zu sehen.

 

Einen Monat lang kann man nun das virtuelle Angebot der Philharmoniker testen. Mit dem Gutschein-Code BERLINPHIL  erhält man für einen Monat kostenlosen Zugang zu allen Konzerten und Filmen. Einzulösen bis zum 31. März!

 

STAATSOPER UNTER DEN LINDEN

Die Lieblingskünstlerinnen und -künstler aus der Staatsoper können Sie nun auch von zu Hause aus sehen. Mit wechselnden Video-on-Demand-Angebot streamt das Opernhaus jeden Tag um 12 Uhr ein abwechslungsreiches Programm aus aktuellen und vergangenen Produktionen, die jeweils 24 Stunden zur Verfügung stehen. Darunter Der Rosenkavalier von Richard Strauss unter der Leitung von Zubin Mehta oder Manon von Jules Maassenet unter der Leitung von Daniel Barenboim mit Anna Netrebko in der Titelrolle. Daneben wird es außerdem Aufzeichnungen von Sinfoniekonzerten der Staatskapelle Berlin geben.

 

Das Programm:

26.03. Schwanensee von Peter I. Tschaikowsky

27.03. Carmen von Georges Bizet
28.03. Macbeth von Giuseppe Verdi       
29.03. Manon von Jules Massenet     
30.03. Die Zarenbraut von Nikolai Rimsky-Korsakow     

31.03. Der Nussknacker von Peter I. Tschaikowsky
01.04. Il Trovatore von Giuseppe Verdi      
02.04. Schwanensee von Peter I. Tschaikowsky
03.04. Hippolyte et Aricie von Jean-Philippe Rameau
04.04. Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Brahms

05.04. Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart      
06.04. Tannhäuser Richard Wagner      

07.04. Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Brahms

08.04. Tristan und Isolde von Richard Wagner  
09.04. Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Bruckner

10.04. Parsifal von Richard Wagner     

11.04. Daniel Barenboim & Staatskapelle Berlin spielen Beethoven    

12.04. Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Bruckner 

13.04. Parsifal von Richard Wagner    

14.04. Violetter Schnee von Beat Furrer     
15.04. Die Verlobung im Kloster von Sergej Prokojew     
16.04. Der Rosenkavalier von Richard Strauss     
17.04. Der Spieler von Sergej Prokofjew      
18.04. Daniel Barenboim spielt Beethoven-Klaviersonaten   

19.04. Manon von Jules Massenet     

 

PIERRE BOULEZ SAAL

Auch im Pierre Boulez Saal müssen Sie nicht auf spannende Konzerterlebnisse verzichten. Auf der Internetseite werden mit Intermissions regelmäßig Videomitschnitte vergangener Konzerte zum kostenlosen Streaming angeboten. Wie bei der Staatsoper sind die Programme 24 Stunden verfügbar. Die Zuschauer können u.a. Konzerte mit András Schiff, Jörg Widmann, Daniel Barenboim, & Martha Argerich erwarten.

 

Das Programm:

26.03. Daniel Barenboim spielt Schubert - Die Klaviersonaten (2017)

28.03. Sir András Schiff, Lecture-Konzert Goldberg-Variationen (In Englisch)

28.03. Schöne Stellen, Lecture von Jörg Widmann (2017)

28.03. Weber, Lecture-Konzert mit Jörg Widmann (2018)

28.03. Schubert-Woche: Workshop-Konzerte (2019, 2020)

31.03. Eröffnungskonzert des Pierre Boulez Saals (2017)

02.04. Akademiekonzert (2018)

03.04. Daniel Barenboim & Martha Argerich spielen Liszts „Weihnachtsbaum“ (2017)

 

Die Meistersinger von Nürnberg © Deutsche Oper Berlin

DEUTSCHE OPER BERLIN

Die Deutsche Oper stellt auf einen Streaming-Dienst um und bietet im Gegensatz zu den anderen Häuser auch ein spezielles Angebot für Kinder an. Die einzelnen Inszenierungen sind jeweils drei Tage auf der Internetseite verfügbar. Die Auswahl reicht von legendären historischen Aufnahmen wie Fidelio mit Christa Ludwig, James King und Josef Greindl über Raritäten wie Blachers Preussisches Märchen bis zu kommentierten Ausschnitten von Inszenierungen aus der jüngeren Zeit. 

 

Das Programm:

25.03. – 27.03. Mahlermania

27.03. – 29.03. Die Tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold

29.03. – 02.04. Preussisches Märchen von Boris Blacher

31.03. – 02.04. Otello von Giuseppe Verdi

02.04. – 04.04. Tristan und Isolde von Giuseppi Verdi

04.04. – 06.04. Fidelio von Ludwig van Beethoven

06.04. – 08.04. Die heimliche Ehe von Domenico Cimarosa

08.04. – 10.04. Die Gespenstersonate von Aribert Reimann

10.04. – 12.04. Don Giovanni von Wolfang Amadeus Mozart

12.04. – 14.04. Don Carlos von Giuseppe Verdi

14.04. – 16.04. Montezuma von Carl Heinrich Graun

16.04. – 18.04. Oedipus von Wolfgang Rihm

 

KOMISCHE OPER BERLIN

Auch die Komische Oper Berlin stellt auf Oper-on-demand um. Auf ihrer Streaming-Seite stellen sie aktuell zwei Produktionen aus der aktuellen Spielzeit online. Die Oper Frühlingsstürme von Jaromír Weinberger vereint rhythmisch beschwingten Operettenklang mit großem Drama. 87 Jahre war das Werk des jüdischen Komponisten von den Bühnen verschwunden und kehrt in einer grandiosen Inszenierung von Barrie Kosky zurück.

Und Hans Werner Henzes Die Bassariden erzählen in Form eines beeindruckenden Rituals vom urmenschlichen Konflikt zwischen Trieb und Vernunft.

 

Das Programm

Frühlingsstürme von Jaromír Weinberger (verfügbar bis 24. Juli 2020)
Die Bassariden von Hans Werner Henze (verfügbar bis 14. April 2020)

 

Schaubühne Berlin

Unter dem Titel Zwangsvorstellungen öffnet die Schaubühne ihr Videoarchiv für das Publikum. Während der Einstellung des Spielbetriebes zeigt das Haus auf ihrem Online-Ersatzspielplan Fernsehaufzeichnungen von Inszenierungen aus allen Jahrzehnten seit der Gründung des Hauses. Auf dem Programm stehen u.a. die mehrteiligen Inszenierungen von Peter Stein sowie Arbeiten von Thomas Ostermeier und Falk Richter. Die Inszenierungen stehen täglich von 18.30 bis 24.00 Uhr zur Verfügung.

 

Das Programm:

26.03. Peer Gynt von Henrik Ibsen - 1. Teil (Regie: Peter Stein)

27.03. Peer Gynt von Henrik Ibsen - 2. Teil(Regie: Peter Stein)

28.03. Hedda Gabler von Henrik Ibsen (Regie: Thomas Ostermeier)

29.03. Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist (Regie: Peter Stein)

30.03. Woyzeckv on Georg Büchner (Regie: Thomas Ostermeier)

31.03. Die Bakchen von Euripides (Regie: Klaus Michael Grüber)

01.04. Hamlet von William Shakespeare (Regie: Thomas Ostermeier)

02.04. Sommergäste von Maxim Gorki (Regie: Peter Stein)

03.04. Richard III von William Shakespeare (Regie: Thomas Ostermeier)

04.04. Groß und Klein von Botho Strauß (Regie: Peter Stein)

05.04. For the Disconnected Child (Text, Regie und Choreographie: Falk Richter)

06.04. Kunst von Yasmina Reza (Regie: Felix Prader)

07.04. Das System 2 / Unter Eis von Falk Richter (Regie: Falk Richter)

08.04. Die Orestie des Aischylos - 1. Teil (Regie: Peter Stein)

09.04. Die Orestie des Aischylos - 2. Teil (Regie: Peter Stein)

10.04. Die Orestie des Aischylos - 3. Teil (Regie: Peter Stein)

11.04. Bella Figura von Yasmina Reza (Regie: Thomas Ostermeier)

12.04. Drei Schwestern von Anton P. Tschechow (Regie: Peter Stein)

13.04. Ungeduld des Herzens von Stefan Zweig (Regie: Simon McBurney)

14.04. Der einsame Weg von Arthur Schnitzler (Regie: Andrea Breth)

15.04. Die Zeit und das Zimmer von Botho Strauß (Regie: Luc Bondy)

16.04. Rückkehr nach Reims nach Didier Eribon (Regie: Thomas Ostermeier)

17.04. Jagdszenen aus Niederbayern von Martin Sperr (Regie: Hagen Mueller-Stahl/ Wolfgang Schwiedrzik)

 

HAU: Hebbel am Ufer

Das HAU zeigt mit ihrem Veranstaltungsreihe Spy on Me #2 künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart.

Durch die Nutzung und Weiterentwicklung von Online-Formaten, wie Streamings und Podcasts wird das Theater als Ort der Versammlung den neuen Bedingungen angepasst. Performances, interaktive Raum-Installationen und Diskursveranstaltungen untersuchen die komplexen Auswirkungen der digitalen gesellschaftlichen Transformation. Als sie in den vergangenen Monaten das Programm zusammengestellt haben, ahnte noch niemand, welche Relevanz das Festival haben wird. Erfreulich, dass nun das digitale Programm auf dem YouTube-Channel des HAU ausgetragen wird!

Deutsches Theater Berlin

Das Deutsche Theater feierte die Premiere von Decamerone nur wenige Tage vor der Corona-Krise. Von zu Hause aus haben nun Mitglieder des Ensembles einige Novellen aus Giovanni Boccaccios Decamerone eingelesen. Geschrieben Mitte des 14. Jahrhunderts, fliehen darin zehn Menschen aufs Land, um der Pest in Florenz zu entkommen. Sie erzählen sich Geschichten, mit denen sie die Leidenschaften und das Leben feiern. Jeden Tag um 18 Uhr gibt es eine neue Erzählung!

 

BERLINER ENSEMBLE

BE at home lautet das Streaming-Programm des Berliner Ensembles. Einmal wöchentlich zeigt das Haus eine Aufzeichnung einer Repertoire-Inszenierung. Der Stream ist immer ab Freitag, 18.00 Uhr abrufbar und dann für eine Woche verfügbar!

 

Den Auftakt macht am Freitag, 27. März, der interne Mitschnitt von Michael Thalheimers Inszenierung von Bertolt Brechts Der kaukasische Kreidekreis, die 2017 zur Eröffnung der Intendanz von Oliver Reese am Berliner Ensemble Premiere hatte.

 

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