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Viktoria und ihr Husar (konzertant)

Komische Oper Berlin

 © Jan Windszus Photography
30. Dez 2018
Komische Oper Berlin
Behrenstr. 55-57
10117 Berlin

Paul Abraham

 

Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda nach der Operette „Viktória“ von Paul Abraham, Imre Földes und Imre Harmath

Bühnenpraktische Rekonstruktion von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger

 

Sibirien, Tokyo, St. Petersburg und das ungarische Dörfchen Doroszma sind die Stationen jener Operette, deren Aufführung im Haus an der Behrenstraße den Weltruhm des jüdisch-ungarischen Komponisten Paul Abraham begründete. Musiknummern wie „Ja, so ein ungarisches Mädel geht nicht aus dem Schädel“ oder „Meine Mama war aus Yokohama“ sind mit ihrer für Abraham so typischen Mischung aus Csárdás, Jazz und exotischen Klängen zu Evergreens geworden.

 

Husarenrittmeister Stefan Koltay flieht mit seinem Burschen Jancsi aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Japan, wo er seine einstige Verlobte Viktoria nun als Gattin des amerikanischen Botschafters wiedertrifft. Unter diplomatischem Schutz reisen Koltay, Viktoria, deren Bruder Ferry, seine japanische Verlobte O Lia San und der in Viktorias hübsche Zofe verliebte Jancsi mit dem amerikanischen Botschafter nach St. Petersburg. Überzeugt davon, dass Viktorias Liebe zu ihm erloschen ist, liefert sich Koltay selbst dem russischen Geheimdienst aus. Nach Monaten treffen alle Beteiligten in Viktorias ungarischem Heimatdorf wieder zusammen und feiern am Ende gleich dreifach Hochzeit!

 

Mit der Berliner Aufführung von „Viktoria und ihr Husar“ im Metropol-Theater (im Haus der heutigen Komischen Oper Berlin) begann der kometenhafte internationale Aufstieg Paul Abrahams, der mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten weniger als drei Jahre später abrupt unterbrochen werden sollte. Das Werk, eine Bearbeitung seiner kurz zuvor in Budapest uraufgeführten Operette Viktória, brachte die erste Zusammenarbeit mit den beiden für Abraham so wichtigen Librettisten Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda. Sie übersetzten Viktória nicht einfach nur ins Deutsche, sondern machten aus einer ungarischen Operette ein stilprägendes Werk, das in seiner kosmopolitischen Attitüde zurecht als »Großstadt-Operette« bezeichnet werden kann und darin ein Spiegel der pulsierenden Hauptstadt Berlin zu Beginn der 1930er Jahre ist.

 

Besetzung
Musikalische Leitung Stefan Soltész
Kostüme Katrin Kath
Chöre David Cavelius
Mit Johannes Dunz
Vera-Lotte Böcker
Alma Sadé
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin

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