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Tucholskys Spiegel (Schlosstheater)

Schloss Rheinsberg

Foto  © Brandenburg
bis 29. Jul 2017
Schloss Rheinsberg
16831 Rheinsberg

James Reynolds | Christoph Klimke

 

Kurt Tucholsky (1890-1935) schuf mit einer kleinen Liebesgeschichte „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ 1912 einen Bestseller. Wenig später avancierte er zu einem der bedeutendsten gesellschaftskritischen Publizisten jener Zeit. Vieles schrieb er unter Pseudonym. Er war: Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Kaspar Hauser - und: Kurt Tucholsky. Theatralisch fünf Persönlichkeiten in ein und derselben Person nachzuspüren ist die dramaturgische Idee dieser Oper.

 

Der Schriftsteller Christoph Klimke – Erzähler, Lyriker, Essayist, Verfasser von Theaterstücken und Libretti – hat für diese, seine sechste Oper, Tucholsky Originaltexte „destilliert“ und mit eigenen verknüpft. Sein Libretto spiegelt den Menschen Tucholsky – den Lebemann mit seinen Leidenschaften und Exzessen, den Künstler, den die politischen Umstände schließlich ins Exil und in den Tod treiben. Das Libretto spiegelt ebenso dessen Frauen – wie Else Weill (die Claire in „Rheinsberg“), Mary Gerold, Hedwig Müller – und wichtige Weggefährten wie u.a. Siegfried Jacobsohn, den Verleger der „Weltbühne“.

 

Vertont wird der Text von James Reynolds. Der amerikanische Komponist – wie Christoph Klimke in Berlin lebend – kommt vom Jazz. Und so wird sich Klassik mit zeitgenössischen Passagen und Jazzelementen zu einem speziellen Sound mischen.

Besetzung
Musikalische Leitung Marc Niemann
Inszenierung Robert Nemack
Ausstattung Jule Dohrn - von Rossum
Unter Mitwirkung von Jochen Kowalski als Tucholskys "Alter Ego"
Mit Kammerakademie Potsdam

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