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The Turn of the Screw

Staatsoper im Schiller Theater

 © Monika Rittershaus
bis 14. Apr 2018
Staatsoper im Schiller Theater
Bismarckstr. 110
10625 Berlin

Benjamin Britten

 

Text von Myfanwy Piper nach der gleichnamigen Erzählung von Henry James

 

In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn mit Roman Reeger

 

Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen …

Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper »The Turn of the Screw« (zu deutsch „Die Drehung der Schraube“) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein „Spiel seltsamer Begegnungen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besetzung
Inszenierung Claus Guth
2014
Musikalische Leitung Daniel Cohen
Bühnenbild | Kostüme Christian Schmidt
Licht Olaf Freese
Dramaturgie Yvonne Gebauer
Trailer
© Staatsoper Unter den Linden

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