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Satyagraha

Komische Oper Berlin

Foto  © Musik Theater
bis 10. Nov 2017
Komische Oper Berlin
Behrenstr. 55-57
10117 Berlin

Philip Glass

 

Koproduktion mit dem Theater Basel und der Opera Vlaanderen

 

„Seine Arbeit ist extrem mehrschichtig, mitunter verstörend und höchst theatral“, schwärmte die New York Times über Sidi Larbi Cherkaoui. „Aufführungen, die jeden neuen Trend des zeitgenössischen Tanztheaters aufzunehmen und wieder auszuspucken scheinen.“ Der flämisch-marokkanische Tänzer und Choreograph und die von ihm gegründete Eastman Company sind längst Stars der internationalen Tanzszene. Der künstlerische Grenzgänger präsentiert eines der verrätseltsten Werke des 20. Jahrhunderts.

 

Drei Akte, drei Kontinente, vier historische Persönlichkeiten an sechs Stationen: Der Weg des indischen Politikers Mohandas Karamchand Gandhi zu „Mahatma“, der „großen Seele“, im Kampf gegen die britische Kolonialgewalt beginnt in Südafrika und endet mit dem Sieg der Unabhängigkeitsbewegung in Indien. Was seine Anhänger mit den Kämpfen anderer Unterdrückter, repräsentiert durch Leo Tolstoi, Rabindranath Tagore und Martin Luther King, verbindet, ist Satyagraha – das unbedingte und unbedingt gewaltlose Festhalten an der Wahrheit.

 

Längst ist er ein Klassiker der Avantgarden: der 1937 geborene amerikanische Komponist Philip Glass. Sein 1980 in Rotterdam uraufgeführtes Musiktheater Satyagraha ist vieles: Ideentheater, Anti-Oper, crossmediales Geschichtskunstwerk, politisches Statement und auch der Versuch, spirituelle Innerlichkeit und moderne Aufklärung im künstlerischen Ritus zu vereinen. Mahatma Gandhis Jugendjahre, sein Studium zentraler hinduistischer Schriften wie der Bhagavad-Gita, die darin geschilderten Orte, Kämpfe und Entwicklungen werden von Glass mit den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts zu einer meditativ-minimalistischen Musiktheater-Reflexion im Namen von Frieden und politischer wie spiritueller Versöhnung vereint.

Besetzung
Libretto von Philip Glass und Constance De Jong
Musikalische Leitung Jonathan Stockhammer
Inszenierung und Choreographie Sidi Larbi Cherkaoui
Bühnenbild Henrik Ahr
Kostüme Jan-Jan van Essche
Dramaturgie Simon Berger
Pavel B. Jiracek
Chöre David Cavelius
Licht Roland Edrich
Mit Stefan Cifolelli
Cathrin Lange
Mirka Wagner
Karolina Gumos
Tom Erik Lie
Carsten Sabrowski
Katarzyna Wlodarczyk
Daniil Chesnokov
Emil Lawecki
Chor der Komischen Oper Berlin
Tänzer*innen der Eastman Company, Antwerpen

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