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Rückkehr nach Reims

Schaubühne Saal C

 © Arno Declair
bis 30. Jan 2018
Schaubühne Saal C
Kurfürstendamm 153
10623 Berlin

nach Didier Eribon

 

in einer Fassung der Schaubühne

 

Deutschsprachige Erstaufführung

 

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin spricht einen Text ein. Vom Pult aus gibt ein Regisseur ihr Anweisungen. Gemeinsam arbeiten sie an der Sprachaufnahme eines Films, der synchron dazu abläuft. Es ist ein dokumentarisches Essay namens „Rückkehr nach Reims“ – filmische Adaption des gleichnamigen Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang quasi nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auch auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die brutalen Exklusionsmechanismen ebendieses Bu¨rgertums, dem er selbst nun angehört, sowie die Realität einer einstmals kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme rennt. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Und welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich im Film auf die Spurensuche in Reims macht. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen – und schließlich in einen Konflikt fu¨hren, der das längst fertig geglaubte Projekt auf die Probe stellt. Und zugleich verborgene Seiten der eigenen Biographien zu Tage treten lassen.

 

 

Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris. Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin.

Besetzung
Regie Thomas Ostermeier
Bühne und Kostüme Nina Wetzel
Film Sébastien Dupouey
Thomas Ostermeier
Kamera Markus Lenz
Sébastien Dupouey
Ton Peter Carstens
Musik Nils Ostendorf
Sounddesign Jochen Jezussek
Dramaturgie Florian Borchmeyer
Maja Zade
Licht Erich Schneider
Mit Nina Hoss
Bush Moukarzel | Hans-Jochen Wagner
Ali Gadema | Renato Schuch
Trailer
© Schaubühne Berlin

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