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Pelléas und Mélisande

Staatsoper Unter den Linden

bis 13. Jul 2018
Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
10117 Berlin

Claude Debussy

 

Mit „Pelléas und Mélisande“ kehrt eines der ungewöhnlichsten und interessantesten Werke des 20. Jahrhunderts in das Repertoire der Lindenoper zurück. Die Inszenierung schuf Ruth Berghaus 1991 als ihre letzte Arbeit an diesem Hause. Mit Sir Simon Rattle am Pult der Staatskapelle und Magdalena Kozená als Mélisande geben zwei Weltstars ihr Debüt an der Staatsoper Unter den Linden.

Mit der Uraufführung von „Pelléas und Mélisande“ 1902 fordert Claude Debussy die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen heraus: Seine Instrumentationskunst ist ohne Beispiel, er überführt die Wagnersche Leitmotivtechnik in eine subtile Klangfarbendramaturgie und beschreibt Atmosphären und Seelenstimmungen, die sich der Beschreibung entziehen und selbst die Musik oft nur anzudeuten vermag.

Die stoffliche Grundlage ist das gleichnamige Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck (1862-1949), eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Stiefbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die Handlung bleibt im Vagen, dafür werden psychische Tiefen ausgelotet. Die Tragödie findet nicht als offener Konflikt, sondern als unterschwelliger seelischer Prozess statt. Debussys Musik bleibt ebenso verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Unter der monochromen Oberfläche schillern jedoch die vielfältigsten Farben, und Debussy gelingt es, die verrätselte, morbide Atmosphäre auf kongeniale Weise in Musik umzusetzen.

 

 

 

 

Besetzung
Inszenierung Ruth Berghaus
1991
Musikalische Leitung Daniel Barenboim
Bühnenbild | Kostüme Hartmut Meyer
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

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