0

Pelléas et Mélisande

Komische Oper Berlin

Foto  © Musik Theater
bis 23. Dez 2017
Komische Oper Berlin
Behrenstr. 55-57
10117 Berlin

Claude Debussy

 

Mit seinem tief berührenden „Jewgeni Onegin“ riss Barrie Kosky Publikum und Presse zu Begeisterungsstürmen hin - nun blickt er abermals in die ahnungsvollen Abgründe der menschlichen Seele und nimmt sich eines der symbolischsten Meisterwerke des Fin de Siècle an.

 

Golaud, Enkel König Arkels von Allemonde, trifft fern der Welt auf die verlassene Mélisande. Ihre Krone ist unrettbar verloren, doch scheint sie das nicht zu kümmern. Sie folgt dem Prinzen. Zurück in der Heimat Golauds heiraten beide. Dort begegnet Mélisande aber auch dessen jüngerem Bruder Pelléas. Und auch wenn es lange keiner wahrhaben will, die Begegnung ist schicksalhaft und alles nimmt seinen unabdingbaren Lauf.

Gegen alle Norm reduzierte Maurice Maeterlinck in seinen Dramen die äußere Handlung auf ein Minimum, alles Wesentliche findet sich in Andeutungen zwischen den Zeilen und entsteht einzig in der Empfindungs- und Imaginationskraft des Zuschauers. Die vieldeutigen Schwingungen der Vorlage fing Debussy als musikalisches Kammerspiel im Stil des Impressionismus auf kongeniale Weise ein. In der Inszenierung von Barrie Kosky entsteht das Psychogramm einer moribunden spätbürgerlichen Gesellschaft, die einer aus dem Gleichgewicht geratenen Welt nicht mehr entgegenzusetzen hat als den Trost einer feinziselierten Melancholie.

Die musikalische Leitung übernimmt der Kanadier Jordan de Souza, der neue Kapellmeister der Komischen Oper Berlin und mit noch nicht einmal 30 Jahren ein Shooting-Star der internationalen Dirigentenszene.

Besetzung
Dichtung von Maurice Maeterlinck
Musikalische Leitung Jordan de Souza
Inszenierung Barrie Kosky
Bühnenbild | Licht Klaus Grünberg
Kostüme Dinah Ehm
Dramaturgie Johanna Wall
Mit Jens Larsen
Nadine Weissmann
Dominik Köninger
Günter Papendell
Nadja Mchantaf
Daniil Chesnokov u.a.

Last Minute Tickets