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Ottilie Müntzer

Theater im Palais

Foto  © Schauspiel
bis 18. Aug 2017
Theater im Palais
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

Vicki Spindler

 

Der Regenbogen endet nicht

 

Zum 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017

Szenische Lesung

 

„…Deshalb ist meine freundliche Bitte an euch, ihr wollet meinem Weibe die Güter, die ich gehabt, folgen lassen, nämlich Bücher und Kleider, was noch daselbst ist und sie nichts um Gottes willen entgelten lassen…“

(Thomas Müntzer an die Mühlhäuser aus der Gefangenschaft in Heldrungen 17.5.1525)

 

In diesem Schriftstück bittet Thomas Müntzer, der „Satan von Allstedt“, der „Erzteufel“ wie Luther ihn nannte, im Angesicht seines Todes, für sein Weib.

Und sie? Ottilie Müntzer verschwindet vollständig, nach Müntzers Hinrichtung, in den Wirren der Geschichte. Sie und auch das gemeinsame Kind.

Wer war sie? Wie wurde sie die Frau an Müntzers Seite? Was wurde aus ihr?

Diesen Fragen folgt der Text „Ottilie Müntzer- der Regenbogen endet nicht“ und füllt dabei die wenigen historisch belegten Fakten mit Wahrscheinlichkeiten und Wünschen.

So hätte es gewesen sein können!

 

Ottilie von Gersen, Nonne, verlässt plötzlich das Kloster, bricht allein auf in eine aus den Fugen geratene Welt, heiratet den großen Reformator und späteren Führer des Bauernkrieges Müntzer, erlebt die Jahre 1523-1525, Zeit eines gewaltigen Umbruchs, hautnah an Thomas Müntzers Seite, wird Mutter, überlebt den Untergang tausender Bauern in großen Bauernschlacht 1525 in Bad Frankenhausen und die Hinrichtung ihres Mannes in Mühlhausen und dann… ? Der Text versucht ihr ein Gesicht zu geben. Während der Lesung erleben wir eine zerrissene, verzweifelte, unsichere Ottilie, eine wagemutige Frau und eine stolze, kluge Ehefrau und Mutter. Ein spannendes Frauenschicksal!

 

„Mein Name ist Ottilie Müntzer. Ich habe mit den Frauen die Regenbogenfahne genäht und ich habe geholfen die Zeit zu verändern. Und jetzt erzähle ich meine Geschichte“.

Besetzung
Es lesen Vicki Spindler und Daniel Minetti

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