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Ocaña, Königin der Ramblas

Neuköllner Oper - Studiobühne

 © Volker Bergmann
bis 19. Apr 2018
Neuköllner Oper - Studiobühne
Karl-Marx-Str. 131-133
12043 Berlin

Barcelona, schöne und rebellische Stadt, was ist mit dir und deinen Stars geschehen? Auf einer Berliner Konferenz zur Stadtgeschichte erinnert ein Dozent an die „wilden“ Jahre in den 70ern, als sich Spanien aus der Starre der Franco-Diktatur zu lösen wagte, an die Gegenkultur, deren illustrer Star José Pérez Ocaña (1947–1983) war, Künstler, Rebell und Dragqueen: Ocaña auf den Ramblas von Barcelona, Ocaña vor dem Brandenburger Tor, als die Berlinale einen Film über ihn zeigte … seine extravaganten Auftritte, seine provozierenden Performances bis zu seinem bizarren Tod in den Flammen eines selbstentworfenen Kleides. Und wir erleben seine Musik: die Coplas, jene leidenschaftlichen spanischen „Schlager“, die von großen Gefühlen im kleinen Alltag und so vielem mehr handeln.

 

Auf Einladung der Neuköllner Oper entführen uns der preisgekrönte katalanische Autor und Regisseur Marc Rosich und sein Team für einen Abend in die Welt und Zeit eines Rebellen, der zu den großen Pionieren einer selbstbestimmten, queeren Bewegung in Europa zählt. Begleitet von zwei Gitarristen verwandeln sich Denis Fischer und Nino Sandow in Ocaña, seinen Freund Nazario u. a. und intonieren den Gesang eines offenen, toleranten und demokratischen Barcelona, Spaniens und Europas, das heute – nach Jahren der Blüte, Instabilität und des Zweifelns – so dramatisch am Scheideweg steht.

Besetzung
Text | Regie Marc Rosich
Komposition, Arrangement und Musikalische Leitung Marc Sambola
Bühnenbild | Video Eugenio Szwarcer
Kostüm Joana Martí
Choreographie Julieta Figueroa
Mit Denis Fischer
Nino Sandow sowie Takashi Peterson und Jerzy Chwastyk (Gitarren)

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