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Immersion Immersion

Mondparsifal Beta 9–23

Haus der Berliner Festspiele

 © Jan Bauer, Courtesy of Jonathan Meese
bis 18. Okt 2017
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstr. 24
10719 Berlin

Oper von Bernhard Lang nach Richard Wagners „Parsifal“

 

Auftragswerk und Produktion Wiener Festwochen

Koproduktion Berliner Festspiele | Immersion

 

Deutsch, Englisch, Französisch und Altgriechisch mit deutschen Übertiteln

 

 

Schon Nietzsche sah in Wagner nicht den Seher einer Zukunft, wie er uns vielleicht erscheinen möchte, sondern den Deuter und Verklärer einer Vergangenheit. So ist bei der deutschen Uraufführung von „Mondparsifal Beta 9–23 (Von einem, der auszog den “Wagnerianern des Grauens„ das “Geilstgruseln„ zu erzlehren …)“ kein nachschöpferischer Akt zu erwarten, sondern vielmehr das Aufeinandertreffen des bildenden Künstlers Jonathan Meese mit dem Komponisten Bernhard Lang, die den Wagner-Mythos in ein weit entferntes Revolutionsjahr der Zukunft transportieren. Parsifal, Kundry, Klingsor und andere Protagonist*innen der mythischen Figurenwelt Wagners treffen auf eine von Wagner selbst wie auch von Fancy, Marlon Brando, Zardoz, dem Wicker Man und Barbarella bewohnte Mondbasis. Buddha trifft auf Crowley! Ein elektrisierter Eagle Transporter schwebt übers Bild, eine riesige Strohpuppe zu Erntedank, die Gemeinschaft des Grals wartet immer noch unermüdlich auf dessen Enthüllung. Doch etwas hat sich mittlerweile grundlegend geändert …

 

Parsifal und Wagner sind die Kraftfelder, die als Opern-Raumschiffe in einem Zitaten-Gewitter Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart vereinen. Bernhard Lang hält sich eng an das Libretto und die Struktur der Oper Wagners, um daraus einen vollkommen neuen Klang- und Bedeutungskosmos zu schaffen. Jonathan Meese, dessen individuelle mythologische Kunstwelt eng mit Wagner verknüpft ist, zeichnet für Regie, Bühnen- und Kostümbild verantwortlich und gestaltet für die Veranstaltungstage das Haus der Berliner Festspiele zu einem alternativen Grünen Hügel um, zum neuen Modell eines Festspielhauses einer parallelen Galaxie. Auch hier gilt: Slice me Nice!

Besetzung
Regie, Bühne und Kostüme Jonathan Meese
Musikalische Leitung Simone Young
Licht Lothar Baumgarte
Dramaturgie Henning Nass
Choreografie Rosita Steinhauser
Klangregie, Sound-Design Peter Böhm
Florian Bogner
Mit Tómas Tómasson
Wolfgang Bankl
Daniel Gloger
Martin Winkler
Magdalena Anna Hofmann
Alexander Kaimbacher
Andreas Jankowitsch
Sven Hjörleifsson
Johanna von der Deken
Manuela Leonhartsberger
Xiaoyi Xu
Melody Wilson
Marie-Pierre Roy;
Klangforum Wien, Arnold Schoenberg Chor

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