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Michael Kohlhaas

Vaganten Bühne

 © Manuel Graubner
bis 15. Nov 2018
Vaganten Bühne
Kantstr. 12 a
10623 Berlin

Heinrich von Kleist

 

Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich Gerechtigkeit zu verschaffen? Kohlhaas, ein angesehener Rosshändler, endet als brandschatzender Mörder, weil ihm Ungerechtigkeit widerfahren ist. Als Pfand für einen Passierschein lässt er zwei seiner Pferde an der Burg des Junkers Wenzel von Tronka zurück. Die Tiere werden bis zu Kohlhaas´ Rückkehr bei harter Feldarbeit zugrunde gerichtet und sind somit für den Rosshändler wertlos geworden. Bei dem Versuch, sich durch eine Klage Recht zu verschaffen, stößt Kohlhaas auf juristische Willkür, Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft. Dem begegnet er mit der für ihn einzig logischen Konsequenz: unerbittlicher Selbstjustiz.

Kleists Machtkonstellationen aus Adel und Fürsten auf der einen und rebellierendem Volk auf der anderen Seite werden zum feinnervigen Ränkespiel widerstreitender Kräfte. Rasant und energetisch lotet die mit vier Darstellerinnen besetzte Bühnenadaption der Vaganten Bühne die Grenzen individuellen Rechtsgefühls aus.

Besetzung
Bühnenfassung | Regie | Ausstattung Lars Georg Vogel
Mit Kristin Becker
Stella Denis
Senita Huskic
Natalie Mukherjee

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