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Michael Altinger: Hell

Die Wühlmäuse

 © Martina Bogdahn
4. Feb 2018
Die Wühlmäuse
Pommernallee 2 -4
14052 Berlin

„Das Helle, das sind immer die anderen“.

Das hat schon Jean Paul Sartre gesagt … oder war es Franz Beckenbauer?

Gemeint ist jedenfalls unser dringender Wunsch, zu einer Lichtgestalt zu werden.

Also zumindest irgendwie doch noch mehr zu sein, als man bis heute ist.

Mit Mitte vierzig.

Na dann, worauf warten wir?

 

Es muss endlich aufhören, dass wir uns mit Lebensläufen von Leuten vergleichen,

die sich etwas Bleibendes verpassen konnten.

Etwas, das über die Dauer der eigenen Existenz hinausgeht.

 

Wir müssen endlich selbst da hinkommen! Und dazu brauchen wir eine neue Vision!

Wir wissen nicht, was Jesus getan hätte.

Aber der musste sich in unserm Alter auch keine Gedanken mehr machen.

 

Erst einmal müssen wir der Monotonie der Vorstadt entkommen, der ewig gleichen Abfolge

aus Arbeit, Alkohol, verpasstem Sport und eheähnlichen Endgegnern!

Bald werden wir erben. Und das soll dann der letzte Höhepunkt gewesen sein?

So weit darf es nie kommen!

Zu keiner Zeit der Welt war man in unserem Alter noch so jung!

Wir sind noch immer sexy und brauchbar!

Also lasst uns alle zu Leittieren werden und stiften wir eine neue Religion!

 

Der Altinger und seine Band führen uns im ersten Teil ihrer Kabarett-Trilogie ins Helle.

Ob das der Himmel sein wird oder die lodernde Höllenglut, das wird sich im Lauf der kommenden Jahre zeigen.

 

Im Herbst 2016 also der ekstatische Beginn des Trips, gefolgt von Teil zwei Mitte 2019, aufgeführt in ausgewählten Opernhäusern des deutschsprachigen Raums.

Das Ende der Trilogie wird dann 2022 mit dem dritten Teil markiert,

welches zwei Jahre lang als Dauergastspiel im Caesars Palace, Las Vegas gastieren wird.

Das ist der Plan. Und er ist gut.

 

Also, „Bon voyage“ … um noch einmal mit Jean Paul Sartre zu sprechen.

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