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Mette Ingvartsen: 21 pornographies

Volksbühne

bis 1. Apr 2018
Volksbühne
Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin

Solo-Performance von und mit Mette Ingvartsen

 

Aus der Gefängniszelle heraus schrieb de Sade 1785 einen Roman über Libertinage. Die Natur der menschlichen Leidenschaften bedinge und rechtfertige kriminelles Verhalten. In der Geschichte der westlichen Moderne steht dieser Moment exemplarisch für die moralische Ambivalenz innerhalb der engen Verbindung von sexueller Befreiung und Machtverhältnissen. Heute umfasst Pornografie ein deutlich breiteres Spektrum von Ausdrucks- und Anwendungsformen – angefangen bei der Artikulation queerer und feministischer Positionen bis hin zu sexualisierter Folter im Krieg. Ausgehend von der These, dass Pornografie längst in viele gesellschaftliche Felder durchgesickert ist, erkundet Mette Ingvartsen mit einer Sammlung an erotischem und affektivem Material, wie das Pornografische funktioniert: Zurschaustellung von Grausamkeit, klinische Präzision, Gewalt und Schmerz, manchmal auch Gelächter, Auf- und Erregung. Durch körperliche Aktion und erzählerische Beschreibung entsteht eine spekulative Choreografie.

Besetzung
Konzept, Choreografie & Performance Mette Ingvartsen
Licht-Design Minna Tiikkainen
Sound-Design Peter Lenaerts
Set Mette Ingvartsen & Minna Tiikkainen
Dramaturgie Bojana Cvejic
Technischer Direktor Hans Meijer
Choreografieassistent Dolores Hulan
Produktionsassistentinnen Manon Haase & Elisabeth Hirner
Sound Techniker Adrien Gentizon
Company Management Kerstin Schroth

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