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Menschenskinder (Ballettabend)

Staatstheater Cottbus

 © Marlies Kross
25. Nov 2017
Staatstheater Cottbus
Lausitzer Str. 33
03046 Cottbus

Meisterchoreographien von Birgit Scherzer und Nils Christe (DE)

zu Musik von Keith Jarrett, Arvo Pärt, Portishead, Toni Gatlif und Carlo Farina

 

„Anywhereme“ (Birgit Scherzer)

„Keith“ (Birgit Scherzer)

„Cantus“ (DE) (Nils Christe)

 

2016 rekonstruierte die Cottbuser Compagnie Meisterchoreografien des Deutschen Uwe Scholz und des Niederländers Nils Christe. Die Resonanz in der Fachwelt und der Zuspruch des Publikums waren überwältigend. Eine Arbeit von Nils Christe steht auch 2017 wieder auf dem Programm, eine deutsche Erstaufführung: CANTUS, ein Ballett, das Christe 2015 für „Introdans“ schuf, eine der wichtigsten niederländischen Tanzcompagnien. Ihr zugrunde liegt Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt, darunter die namensgebende Komposition „Cantus“, geschrieben als Hommage an den 1976 verstorbenen Benjamin Britten. Christe ist als Choreograf in Europa und Übersee seit Jahrzehnten außerordentlich gefragt; seine Werke werden von mehr als siebzig Kompanien in aller Welt getanzt, darunter dem Dutch National Ballet, Introdans, Ballet de l´Opéra National de Paris oder dem Ballett der Wiener Staatsoper.

 

 

Die Palucca-Schülerin Birgit Scherzer galt in den 80er Jahren an der Komischen Oper Berlin als das choreografische Talent schlechthin. Es war die Zeit, in der das dortige Ballett unter Leitung von Tom Schilling einen völlig neuen, kraftvollen, energetischen – einen „urbanen“ Tanzstil entwickelte. Choreographen wie Birgit Scherzer nahmen sich eine bis dato unbekannte Freiheit bei der Auswahl der Musik und öffneten damit die Tür zu einer ungeahnten Vielfalt der tänzerischen Darstellung. Aufbauend auf der klassischen Schule schuf Birgit Scherzer freie, assoziative Bild- und Bewegungserzählungen, die oft ein verblüffendes Ende finden. So auch in „Anywhereme“, in dem die sphärischen Klänge der Band Portishead auf Musik des Filmregisseurs und Komponisten Toni Gatlif treffen, und in „Keith“, dessen Titel auf den Jazzpianisten Keith Jarrett verweist. Dessen „Köln Concert“ zählt zu den großen Legenden der Jazzgeschichte. Im Januar 1975, ohne Ruhetag auf einer Tournee nach Köln gehetzt und widerstrebend auf einem lädierten Flügel spielend, gab Jarrett „sich dem Fluss der Töne hin, so hemmungslos und frei wie davor und danach nie wieder“, wie das Musikmagazin „Rolling Stone“ zum 40. Jahrestag des Konzerts schrieb. Diese frei assoziierende Spielweise Keith Jarretts schafft den perfekten Klangraum für die außergewöhnliche Choreografie Scherzers.

 

 

 

 

 

 

 

Besetzung
Choreographie "Anywhereme" & "Keith" Birgit Scherzer
Choreographie "Cantus" Nils Christe
Musik "Anywhereme" Portishead
Toni Gatlif
Carlo Farina
Musik "Keith" Keith Jarrett
Musik "Cantus" Arvo Pärt
Dramaturgie Bernhard Lenort
Mit Lindy Bremer
Inmaculada Marín López
Andrea Masotti
Gemma Pearce
Denise Ruddock
Venira Welijan
Juan Bockamp
Mikaël Champs
Jhonatan Arias Gomez
René Klötzer
Stefan Kulhawec
Andrea Simeone
Alexander Teutscher

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