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Manon Lescaut

Deutsche Oper Berlin

 © Bettina Stoess
bis 15. Jun 2019
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstr. 35
10627 Berlin

Giacomo Puccini

 

Puccini erzählt in vier Tableaus - „Amiens“, „Paris“, „L´Havre“, „America“ - die Tragödie einer Liebe: Nach der Flucht des jungen Paares Manon und Des Grieux aus der Poststation, in der sie die Kutsche hätte wechseln sollen, trifft man im zweiten Akt nicht etwa auf beider Liebesidyll in Paris. Puccini versetzt die Handlung abrupt in das Haus des reichen Steuerpächters, in dem Manon nun bereits als Mätresse lebt. Schnell verleitet sie ein Wiedersehen mit Des Grieux zu erneuter Flucht, doch möchte sie auf den nun schon vertrauten Luxus nicht mehr verzichten. So rafft sie die ihr geschenkten Juwelen zusammen, wird des Diebstahls bezichtigt und zur Deportation nach Amerika verurteilt. Des Grieux gelingt es, im Hafen auf das auslaufende Schiff zu gelangen. Und doch bleibt ihm in Amerika nur, Manon auf erneuter Flucht an Durst sterben zu sehen. In den wenigen Momenten, in denen er seiner Verbitterung freien Lauf lässt, spürt man Manons Egoismus und Grausamkeit, die sprachlos macht. Aber so ist sie eben: bezaubernd, verführerisch, eine große Liebende, ein schwacher, verführbarer Mensch. „Le mie colpe travolgerà l´oblio, ma l´amor mio non muor -Meine Schuld wird vergessen werden, meine Liebe stirbt nicht.“

Besetzung
Inszenierung Gilbert Deflo
2004
Musikalische Leitung Sir Simon Rattle
Bühne | Kostüme William Orlandi
Chöre Jeremy Bines
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

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