0

La Traviata

Deutsche Oper Berlin

Foto  © Marcus Lieberenz
bis 2. Sep 2017
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstr. 35
10627 Berlin

Giuseppe Verdi

 

Inszenierung von Götz Friedrich aus dem Jahr 1999

Eine junge Dame der Pariser Halbwelt, tödlich erkrankt an Schwindsucht, verzichtet auf die Liebe ihres Lebens. Erst an ihrem Sterbebett begreift ihr Geliebter, dass ihr Opfer allein ihm galt. Eine Randfigur der Gesellschaft zerbricht an der Borniertheit bürgerlicher Konvention - dieses Grundmotiv Verdis, ohne Sentimentalität, aber mit genauem Blick auf die inneren Beweggründe der Figuren inszeniert, verdichtet sich in einer seiner populärsten Opern zur Tragödie, wie sie herzzerreißender nicht sein könnte.

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

45 Minuten vor Vorstellungsbeginn: Einführung im Rang-Foyer rechts

 

Inhalt:

1. Akt.

Nach scheinbarer Genesung von einer schweren Krankheit feiert Violetta ihre Rückkehr in die Pariser Gesellschaft mit einem Fest. Ein plötzlicher Schwächeanfall zwingt sie jedoch, sich für einen Augenblick zurückzuziehen. Alfredo, dem die Gepflogenheiten der Pariser Gesellschaft als Neuankömmling aus der Provinz noch fremd sind, ist Violetta gefolgt, um ihr seine Liebe zu gestehen. Überrascht von der Naivität Alfredos, ist Violetta zugleich gerührt von seiner unverstellten Offenheit. Sie gestattet ihm, am nächsten Tag wiederzukommen.

 

2. Akt.

Um sich ungestört ihrer Liebe hingeben zu können, haben sich Violetta und Alfredo in ein Landhaus in der Nähe von Paris zurückgezogen. Von der Dienerin erfährt Alfredo, daß Violetta finanziell ruiniert ist. Beschämt eilt er nach Paris, um Geld zu beschaffen. Während seiner Abwesenheit, spricht Alfredos Vater Giorgio Germont bei Violetta vor. Er verlangt von ihr, auf Alfredo zu verzichten, da ihre schimpfliche Verbindung den Ruf seiner Familie und die Vermählung seiner Tochter gefährde. Verzweifelt willigt sie ein. Durch einen Boten erhält Alfredo einen Brief Violettas, in dem sie ihm mitteilt, daß sie ihn verläßt. Vergeblich versucht Germont seinen Sohn, dessen Glück er soeben zerstört hat, zu trösten. - Auf einem Maskenball sucht Alfredo nach Violetta. In Baron Douphol, der sie begleitet, sieht er ihren neuen Liebhaber. Es kommt zum Streit zwischen Alfredo und Violetta. Außer sich vor Eifersucht schleudert er Violetta Geld vor die Füße und beschimpft sie damit öffentlich als Hure. Seine Reue kommt zu spät. Douphol fordert ihn zum Duell.

 

3. Akt.

Violettas gesundheitlicher Zustand hat sich dramatisch verschlechtert. Nur ein Brief des reumütigen Vaters Germont hält sie am Leben. Er schreibt ihr, daß Alfredo das Duell schadlos überstanden hätte und ins Ausland fliehen konnte. Er selbst hätte ihn über die wahren Umstände Violettas Verhalten in Kenntnis gesetzt. Da tritt Alfredo ein und erbittet ihre Verzeihung. Noch einmal schwelgen beide in der Illusion vergangener Liebe. Mit den Worten „Ich lebe!“ auf den Lippen stirbt Violetta.

 

Besetzung
Musikalische Leitung Nicholas Carter
Inszenierung Götz Friedrich
Bühne Frank Philipp Schlößmann
Kostüme Klaus Bruns
Licht Ulrich Niepel
Chöre Thomas Richter
Choreographische Mitarbeit Klaus Beelitz
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

Last Minute Tickets