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Krieg

Berliner Ensemble

bis 7. Apr 2018
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Rainald Goetz

 

Rainald Goetz beschreibt unsere Gesellschaft, wie kein anderer deutscher Dramatiker. Der studierte Arzt, Historiker und nicht zuletzt Büchner-Preisträger hatte sich einst mit einer Performance in die Köpfe einer ganzen Generation Literatur- und Theaterbegeisterter gebrannt: 1983 ritzte er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit einer Rasierklinge in die Stirn, um sein literarisches Manifest „Subito“ mit einem ihm eigenen „Wumms“ zu gestalten. Er schreibt in den verschiedensten Medien und Formaten und scheint durch seine Mehrfachbegabungen kaum fassbar. Goetz trifft nun auf eine andere Mehrfachbegabung: Robert Borgmann, der Philosophie und Germanistik sowie Bildende Kunst studierte, bevor er ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin absolvierte.

Robert Borgmann wird Rainald Goetz´ Text Krieg, der laut Vorbemerkung der Buchausgabe „drei Theaterstücke“ umfasst und 1986 erschienen ist, inszenieren und die Bühne dafür entwerfen. Heiliger Krieg, Schlachten und Kolik ergeben Krieg und beschreiben verschiedene Höllen, sind Sprachskulpturen und Zustandsbeschreibungen einer noch geteilten deutschen Verfasstheit. Bier ist immer im Spiel, egal welches Thema Goetz behandelt. Von der Welthölle im ersten Teil nimmt Goetz sein Publikum mit in die Familienhölle im zweiten und endet im dritten Teil in der Hirnkammer eines Mannes und dessen allmählichen Dahinsiechens.

Besetzung
Regie | Bühne Robert Borgmann
Kostüme Christine Werner
Musik Rashad Becker
Licht | Video Carsten Rüger
Dramaturgie Sabrina Zwach
Mit Constanze Becker
Ingo Hülsmann
Gerrit Jansen
Annika Meier
Stefanie Reinsperger
Veit Schubert
Aljoscha Stadelmann

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